Tholey: Zurück in die Zeit des Rock’n’Roll

Tholey : Zurück in die Zeit des Rock’n’Roll

Thematisches Festival steigt drei Tage lang auf dem Schaumbergplateau in Tholey – mit Musik, Mode und Milchshakes.

Rock’n’Roll? Damit hatte Manuel Jakob, wie er selbst gesteht, früher nicht viel am Hut. Seit dem vergangenen Jahr ist das anders. „Es ist jetzt Begeisterung pur“, sagt der Inhaber des Burger-Ladens Bruder Jakob in St. Wendel und lächelt. Ob Mode, Musik oder Lebensgefühl, der Gastronom hat die Ära der 1950er- und 1960er-Jahre für sich entdeckt. Und alles fing damit an, dass er die Organisation des zweiten Eiscreme- und-Rock’n’Roll-Festivals auf dem Schaumbergplateau  übernahm.

„Ich war damals schon aufgeregt, wie alles werden würde“, blickt er zurück. Zwei Tage dauerte die Veranstaltung, parallel zum Seefest am Bostalsee. Der Sonntag sei gut besucht gewesen. Dennoch stand am Ende unterm Strich ein kleines Minus. Davon lässt sich Manuel Jakob aber nicht abschrecken. Schon vor seiner Premiere als Organisator im vergangenen Jahr spielte er mit dem Gedanken, das Festival auf drei Tage auszuweiten.

Auch Vespas gehören zum Eiscreme- und Rock'n'Roll-Festival auf dem Schaumbergplateau. Foto: Melanie Mai

Und, voilà, passend zur dritten Auflage wird drei Tage lang die Ära des Rock’n’Roll aufleben. Der Termin ist früher als im Jahr 2018. Das Festival steigt von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Juli. Insgesamt sechs Bands hat Manuel Jakob verpflichtet. Los geht es am Freitag, 17 Uhr, mit Hills Cats. Die Musiker aus Frankreich haben bereits im vergangenen Jahr das Festival eröffnet. Im Anschluss, ab 20 Uhr, tritt Boppin’B auf. Eine Band, die Jakob mehrfach ans Herz gelegt worden sei. Die Combo gibt es bereits seit 1985. Auf deren Homepage ist die Rede von mehr als 5000 Live-Konzerten, welche die Musiker bereits absolviert haben.

Die Band The Alligators über nimmt am Sonntag den musikalischen Abschluss beim Festival. . Foto: Foto Kaschte

Weiter geht es am Samstag, 17 Uhr, mit Reindeers. Ab 20 Uhr übernimmt die Formation Krüger rockt! aus Heidelberg. Sie war bereits im vergangenen Jahr zu Gast. Ein musikalischer Doppelpack ist auch für Sonntag geplant. Allerdings sind die Auftrittszeiten vorverlegt: Die Mädels-
combo Silverettes aus dem Ruhrpott spielt bereits um 15 Uhr, The Alligators ab 18 Uhr.

Karten (siehe Infobox) zum Festival gibt es nicht nur an der jeweiligen Tageskasse, sondern bereits im Vorverkauf. „Ich habe das Gefühl, dass die Resonanz bisher groß ist“, sagt Jakob.

Nicht nur die Musikstile aus den 50er-und 60er-Jahren sollen bei dem Festival eine Rolle spielen, sondern auch das Styling und die Mode. Bei „Pony und Kleid“ gibt’s – wie der Name schon verrät – die für die Ära typische Kleidung, außerdem können sich Besucher auf Wunsch frisieren lassen. Kein Styling vor Ort, dafür aber Produkte zur Haar- und Bartpflege bietet der Barbershop aus St. Wendel.

Kreatives gibt es, wie Jakob berichtet, an zwei weiteren Ständen zu entdecken. Daniel Leismann von Industryfy präsentiert handgefertigte Holzschilder. „Außerdem ist noch ein Künstler aus St. Wendel dabei, der aus alten Skateboards Bad-Accessoires herstellt“, verrät Jakob. Es sei dessen Ausstellungspremiere.

Bei „Licht & Seele“ können sich die Besucher fotografieren lassen. Und wenn ein Gastronom schon Organisator ist, dann darf der kulinarische Aspekt beim Festival nicht fehlen. Dem Namen entsprechend gibt’s Speiseeis von Charlotte Eismanufaktur, aber auch Softeis und Milchshakes. Bruder Jakob selbst werde Burger und Hot Dogs anbieten. „Außerdem eine vegetarische Variante. Da tüfteln wir noch dran“, sagt Jakob.

Jeweils über den Tag verteilt gibt es Tanzdarbietungen verschiedener Formationen. Auch die Gruppe Cadillac Kings vom Turn- und Sportverein Ford Saarlouis Steinrausch 1977 sei wieder am Start. Wer selbst fit werden möchte für einen fetzigen Rock’n’Roll, kann an einem der Workshops teilnehmen. Diese bietet die Tanzschule Erbelding an. Für Sonntag hat der Vespa-Club aus Oberkirchen sein Kommen angekündigt.

„Ich hoffe, auf einen guten Zuspruch“, blickt Jakob dem Großereignis entgegen. Während das zweite Festival unter seiner Regie unmittelbar bevorsteht, denkt er schon wieder an die Zukunft. „Mich hat es so gepackt, ich mache weiter“, lautet seine Devise. Auch mit neuen Ideen im Hinterkopf. „Ich habe die Vision von einem Rock’n’Roll-Fest an einem Wochenende in St. Wendel. Das wäre bestimmt eine schöne Atmosphäre.“ Ab Freitag geht es aber erstmal auf den Schaumberg.