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Festival: Zurück in die Ära der 50er und 60er

Festival : Zurück in die Ära der 50er und 60er

Beim zweitägigen Eiscreme- und Rock’n’Roll-Festival auf dem Schaumbergplateau ist der Name Programm. Dieses hat der Bruder-Jabok-Inhaber zusammengestellt.

„Das war schon eine großartige Zeit – mit der Mode und der Musik. Lebensfreude pur“, sagt Manuel Jakob und meint damit die 50er- und 60er-Jahre. Mit dieser Ära hat er sich zuletzt intensiv beschäftigt. Denn der Inhaber des Burger-Bistros Bruder Jakob in St. Wendel hat das Programm der zweiten Auflage des Eiscreme-und Rock’n’Roll-Festivals am Schaumberg zusammengestellt. Bei der Premiere im vergangenen Jahr übernahm die Charlotte Eismanufaktur GmbH noch die Rolle des Veranstalters. Deren Geschäftsführer Theo Schäfer habe in einem Gespräch mit Jakob angedeutet, dass er die Organisation zeitlich dieses Mal nicht stemmen könne. „Da dachte ich mir: Dann übernehme ich es“, erinnert sich Jakob. Lange Kalkulieren und Grübeln, dafür sei er nicht der Typ, gesteht der Gastronom. „Ich wachse mit der Aufgabe.“ Inzwischen weiß der ehemalige Lehrer, wie aufwendig die Vorbereitungen sind. Aber das Organisieren mache auch Spaß. Er habe viele nette Leute dabei kennen gelernt.

Bei der zweiten Auflage des Festivals ist nicht nur der Veranstalter neu, sondern auch der Termin. Statt wie im vergangenen Jahr am vorletzten Juliwochenende wird dieses Mal am letzten Wochenende im Juli gefeiert. Also, parallel zum zweitägigen Seefest am Bostalsee. Darauf ist Manuel Jakob schon mehrfach aufmerksam gemacht worden. Doch seien einfach nicht mehr so viele Termine offenen gewesen. Und er habe verhindern wollen, dass das Eiscreme- und Rock’n’Roll-Fest nochmals zeitgleich mit dem Wheels & Stones-Festival steigt. „Ich glaube, dass diese beiden Veranstaltungen ähnliche Besuchergruppen ansprechen.“ Generell nimmt er die Konkurrenz-Situation mit dem Seefest gelassen. „Klar, kann man es negativ bewerten und sagen, man zieht sich gegenseitig die Gäste weg. Man kann es aber auch positiv formulieren: Man teilt sich die Besucher.“

Was das Programm betrifft, so hat Manuel Jakob gegenüber seinem Vorgänger ebenfalls hier und da etwas verändert. Eine Band mehr als 2017 wird auftreten. Hinzu kommen regionale Künstler, die sich präsentieren können. Dazu zählt Kristin Kraus, die eine Auswahl ihrer Bilder zeigt. „Außerdem fertigt sie, wenn gewünscht, Karikaturen für die Besucher an“, verrät Manuel Jakob. Molekül-Design druckt Shirts und bringt Schmuck mit zum Schaumberg. Bei Lena Fauss können sich Besucher Frisuren zaubern und Kinder schminken lassen. Auch Fotograf Alexander Stier ist mit von der Partie. „Er wird eine Fotobox aufstellen“, sagt der Veranstalter. Die Aufnahmen sollen mit Hilfe entsprechender Accessoires an die 50er- und 60er-Jahre erinnern.

Das Fest beginnt am Samstag, 28. Juli, 14 Uhr. Etwa eine Stunde später eröffnet die Band Hillcats aus Frankreich das Bühnenprogramm. „Es ist geplant, dass an beiden Tagen je eine Band am Morgen oder frühen Nachmittag und eine am Abend spielt“, erklärt Jakob das Konzept. Über den Tag verteilt gibt es Tanzworkshops und Auftritte der Tanzschule Euschen Gebhardt in Saarbrücken. Auch die Tänzer der Schule Erbelding in St. Wendel zeigen ihr Können. Jeweils vor der Live-Musik am Abend erobern die Cadillac Kings, eine Jugend-Turnier-Gruppe, die Bühne.

Besonders freut sich Manuel Jakob über die Verpflichtung der Band Krüger rockt aus Heidelberg. Es sei eine bekannte Band in der Rock’n’Roll-Szene. Ihr Auftritt ist am Samstag, um 20 Uhr geplant. Am Sonntag, 29. Juli, treten zunächst The Wave Bandits (ab 12 Uhr) auf. Am Abend spielt The Gambles. Veranstalter Jakob war es nach eigener Aussage wichtig, dass es zwischen den Programmpunkten auch Ruhephasen gibt.

Zum Lebensgefühl der 50er- und 60er-Jahre gehört neben Musik und Mode auch blitzendes Chrom schicker Wagen. Diesen Aspekt bedient eine Gruppe aus Luxemburg. „Sie bringt ihre US-Cars zum Schaumberg“, verrät Jakob. Ebenfalls nicht Fehlen beim Festival darf der erste Teil dessen Namens: Eiscreme. So wird die Charlotte Eismanufaktur mit ihren Kreationen vertreten sein ebenso wie ein Soft-Eis-Stand. Aber auch Deftiges und veganes Essen gehören zum Angebot.

Bühnentechnik und Bands – das seien zwei große Posten, was die Kosten betrifft. „Ich finanziere das alles selbst“, sagt Jakob. Daher müsse er Eintritt erheben: fünf Euro. Kinder bis zwölf Jahre dürfen kostenlos mitfeiern.

Die Band The Gambles tritt am Sonntagabend auf. Foto: Michael Veit, The Gambles
Klassiker der Automobilbranche vor dem Schaumberg. So sah es 2017 beim Festival aus. Foto: Melanie Mai

Manuel Jakob wünscht sich gutes Wetter für sein erstes Festival. Dafür wolle er sich noch passend einkleiden. Ganz kurz denkt er aber schon mal an die weitere Zukunft: „Vielleicht ließe sich das Festival auf drei Tage ausweiten.“