Zum Gligg ewe nidd!

Theley. Wie die saarländische Schriftstellerin Karin Klee mitteilte, habe man den Text "Heimad" von Peter Eckert als Text des Monats Oktober ausgewählt, weil er sich kurz und prägnant mit dem gerade in der Mundartliteratur viel bemühten Begriff der Heimat befasst, dabei jedoch eine wohltuend andere Sicht auf das Thema ermöglicht

Theley.Wie die saarländische Schriftstellerin Karin Klee mitteilte, habe man den Text "Heimad" von Peter Eckert als Text des Monats Oktober ausgewählt, weil er sich kurz und prägnant mit dem gerade in der Mundartliteratur viel bemühten Begriff der Heimat befasst, dabei jedoch eine wohltuend andere Sicht auf das Thema ermöglicht.Über den ausgezeichneten Text schreibt die Waderner Autorin Karin Klee: "Wer sich mit der Mundart beschäftigt, kommt an diesem Thema nicht vorbei, ist doch diese Sprache, das Platt selbst, ein gutes Stück davon: Heimat. Peter Eckert, der auch als Sprecher der Bosener Gruppe immer die richtigen Worte findet, hat diesen Text fernab seiner rheinfränkischen Herkunftsorte (Niederbexbach und Saarbrücken) in Bosen geschrieben. Aus dieser Distanz heraus wirft er einen ironisch selbstkritischen Blick darauf, was Heimat bestenfalls bedeuten kann, nämlich dass einer, der im Wohlgefühl des Wiedererkennens und Sich-geborgen-fühlens aufgeht, es trotzdem schafft, dabei an die eigenen Fehlerquellen zu denken."In ihrem "Bosener Manifest" hat sich die Arbeitsgemeinschaft für rhein- und moselfränkische Mundart zum Ziel gesetzt, die Mundarten der Region in ihrer herausragenden Wertigkeit und Schönheit darzustellen. Als eine der selbstverständlichen Konsequenzen hieraus soll die Dialektsprache als Möglichkeit einer anspruchsvollen literarischen Gestaltungsform präsentiert werden. Preiswürdige Texte werden auf Vorschlag der Mitglieder der Bosener Gruppe ausgewählt und juriert. Einziges Entscheidungsmerkmal ist die literarische Qualität eines Textes. Zur Bosener Gruppe gehören unter anderem die Mundartautoren Johannes Kühn, Georg Fox, Relinde Niederländer, Gérard Carau, Gisela Bell, Manfred Pohlmann und Jean-Louis Kieffer. red

Heimad

Von Peter Eckert Heimad is villeischd dòò, wo die Leid e bisje so ähnlisch sinn wie isch. Awwer zum Gligg nidd genauso.