Zu- und Abgänge SV Rot-Weiß Hasborn

Fußball : Hartes Auftaktprogramm für Hasborn

Der SV Rot-Weiß ist nach einjähriger Abstinenz in die Fußball-Saarlandliga zurückgekehrt. Dank guter Verstärkungen mit Erfahrung in höheren Spielklassen startet der SVH optimistisch in die Runde.

Was ist für Saarlandlig-Rückkehrer SV Rot-Weiß Hasborn kommende Saison möglich? Mit Akteuren wie dem Zweit- und Drittligaerfahrenen Martin Dausch (vom 1. FC Saarbrücken) sowie Christian Lensch vom Regionalligisten FC Homburg sind dem Club gleich zwei Transfer-Coups gelungen. Kein Wunder, dass Sportvorstand Tobias Scholl sagt: „Wir sind absolut zufrieden mit unseren Neuverpflichtungen. Wir haben unsere Wunschkandidaten bekommen.“

Trotzdem weiß der 29-Jährige, dass es in der Saarlandliga nicht einfach für den Neuling wird. „Wir wollen eine ganz stabile Saison spielen ohne Abstiegsängste“, erklärt der Sportvorstand. Das gelang den Saarlandliga-Aufsteigern in der vergangenen Runde nicht.

Damals mussten sowohl der FC Rastpfuhl, wie auch die SF Rehlingen-Fremersdorf und der SV Rohrbach nach nur einer Saison in der höchsten saarländischen Spielklasse wieder eine Etage tiefer. Das befürchtet Scholl aber nicht. „Ich habe das Gefühl, dass es in der Mannschaft derzeit super passt“, erklärt Hasborns Sportvorstand.

Bereits seit dem 18. Juni bereitet Trainer Pascal Bach, der in seine zweite Saison im Waldstadion geht, das Team auf den Ligastart Ende Juli vor. Dass seine Truppe dann fit ist, wird ganz wichtig sein, denn das Hasborner Auftaktprogramm nach der Saarlandliga-Rückkehr hat es in sich: Zum Auftakt (27. oder 28. Juli) empfängt das Team den Vorjahresdritten SC Halberg Brebach.

Danach spielen die Rot-Weißen zwei Mal auswärts bei Clubs, die im vorderen Drittel erwartet werden. Zunächst beim FV Eppelborn, dann bei Oberliga-Absteiger VfB Dillingen. „Ich bin gespannt, wo wir dann stehen. Aber irgendwann müssen wir ja ohnehin gegen alle Teams spielen“, meint der Sportvorstand. Zum Kirmesspiel Ende August kommt übrigens mit dem SV Mettlach ein Spitzen-Team der letzten Saison an den Schaumberg. Das Derby gegen den VfL Primstal steigt am 13. Spieltag.

Neben den Top-Verpflichtungen Dausch, der im zentralen Mittelfeld spielen soll und Lensch, der wohl die Außenbahn beackern wird, gibt es noch fünf weitere Neuzugänge bei den Rot-Weißen: Der jüngste davon ist Gian-Luca Forkel. Der Sohn des früheren FCS-Profis Martin Forkel kommt aus der U19 des 1. FC Saarbrücken. Der 19-Jährige ist Außenverteidiger. Der erfahrenste Neue der Rot-Weißen ist Mike Forster. Der 31-jährige defensive Mittelfeldspieler, der früher für den FC Wiesbach, den FV Eppelborn und die SG Saubach schon in der Saarlandliga aktiv war, kommt von Bezirksligist SV Baltersweiler.

Auf Offensivspieler Tim Roob, der vom VfL Primstal zum Neuling wechselte, wartet eine schwere Aufgabe. Der 26-Jährige soll in der Offensive mithelfen, den Abgang von Torjäger Lukas Biehl (als Spielertrainer zur SG Oberkirchen-Grügelborn) zu kompensieren. Für den Offensivbereich wurde auch Lukas Hasenfratz geholt. Der 21-Jährige spielte in den letzten Jahren für den FC Uchtelfangen in der Landesliga Nord. Komplettiert wird das Feld der Neuen durch Christopher Seibel, der von Verbandsligist SV Wahlen Niederlosheim kommt.

Bislang zeigte sich Hasborn in den Vorbereitungs-Partien übrigens gut in Form. Tests gegen Verbandsligist 1. FC Riegelsberg (8:1) sowie gegen die Landesligisten SG Bostalsee (7:2) und TSC Zweibrücken (3:1) wurden gewonnen. Dazu gab es ein 1:1 gegen Oberliga-Vizemeister SV Röchling Völklingen.

Es scheint also zu laufen. Nur etwas bereitet Scholl derzeit ein wenig Sorgen: „Auf der Torhüter-Position sind wir eng aufgestellt“, berichtet der Sportvorstand. Wie lange Stamm-Schlussmann Felix Schmelzer nach einer schweren Schulterverletzung noch ausfällt ist offen. „Es kann sein, dass Felix Ende September wieder fit ist, es kann aber auch deutlich länger dauern“, erzählt Scholl.

Mit Fabian Schug, der vergangene Saison zwei Partien bestritt, steht einer von Schmelzers Vertretern diese Saison berufsbedingt nicht zur Verfügung. So ist Pascal Blass momentan der einzige Keeper des Torhüter-Trainers aus der letzten Runde der Trainer Pascal Bach zur Verfügung steht.

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