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Zauberwelt im Advent beim Chillan-Markt

Zauberwelt im Advent beim Chillan-Markt

Theley. Weihnachtliche Schätze glitzerten am Samstagvormittag auf den Tischen in der Aula und in mehreren Klassenzimmern der Erweiterten Realschule Schaumberg (ERS) aus. Wie schon seit mehr als 25 Jahren, immer samstags vor dem ersten Advent, war wieder der Chillan-Markt angesagt. Er wird von den Klassen der ERS und der Grundschule zusammen mit den Eltern und den Pädagogen vorbereitet

Theley. Weihnachtliche Schätze glitzerten am Samstagvormittag auf den Tischen in der Aula und in mehreren Klassenzimmern der Erweiterten Realschule Schaumberg (ERS) aus. Wie schon seit mehr als 25 Jahren, immer samstags vor dem ersten Advent, war wieder der Chillan-Markt angesagt. Er wird von den Klassen der ERS und der Grundschule zusammen mit den Eltern und den Pädagogen vorbereitet. Es gibt kaum einen Markt in der Region, der einen solch individuellen Charme ausstrahlt und der die Besucher in eine fast unüberschaubare vorweihnachtliche Zauberwelt entführt. Unter dem bis zur Decke reichenden Christbaum breitete sich eine bunte Vielfalt von Basteleien und handwerklichen Kostbarkeiten aus. Annerose Becker, die den Markt seit Jahren organisiert, ist immer wieder hingerissen von dem Engagement. "Besonders die Eltern haben sich wieder mächtig ins Zeug gelegt", freute sich die inzwischen pensionierte Pädagogin. Michelle Henkes von der Klasse 9c offerierte den Besuchern riesengroße Adventskränze, die in Gemeinschaftsarbeit entstanden sind. Außer mit dicken Kerzen waren sie mit Zapfen, Baumrinde, Minischlitten und sogar mit kleinen, neugierig blickenden Rehen verziert. Der Stand der 6c war eine gute Anlaufstelle für Süßschnäbel. "Unsere Spezialitäten sind Ingwerplätzchen, Schokotaler und Schneebällchen. Und alles ist selbst gemacht", verriet Andreas Gerlich. "Naja, die Mama hat schon etwas mitgeholfen", gab er dann doch zu. "Handy-Socken liegen derzeit voll im Trend", berichtete Anette Schütz am Tisch der 5a, während sie die buntfarbigen Strumpfpaare mit Dekosternen verzierte. "So bekommt das Handy nicht kalt und der Akku hält länger." Birgit Licht, Mutter eines Grundschulkindes, hatte eine ausgefallene Idee. Im Team hatte sie grüne Dreieckskissen mit Polyester gefüllt, einen Stab durchgesteckt und auf ein kleines Rundholz gestellt. Fertig war der niemals nadelnde Tannenbaum. Ast-Etagen aus FichteAuch die Holzweihnachtsbäume der 8a nadeln nie. Die Schüler hatten drehbare Ast-Etagen aus Fichtenholz auf eine Achse gesetzt und dann mit Teelichtern verziert. Wer sich alles genau ansehen und die eine oder andere Geschenkidee in die Tat umsetzen wollte, brauchte für einen Rundgang mindestens zwei Stunden. Zwischen Weihnachtskarten, Flaschenlampen mit Lichterketten, modischen Ketten und vielen Dekoartikeln war es nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen. Umlagert war der Bücherflohmarkt, und beim Torwandschießen in einem Klassenzimmer konnte jeder ausprobieren, ob er genug Zielwasser getrunken hatte. Für einen süßen Duft in der Schule sorgte Vati Igrek von der 8d, der Waffel um Waffel aus dem Eisen holte und mit Puderzucker bestreute. Als der Nikolaus kam, wurde es spannend. Der heilige Mann beglückte die Kinder mit Süßigkeiten aus seinem großen Jutesack. Im Tombolaraum freute sich die siebenjährige Emelie Detzler über den gewonnenen roten Rucksack mit Schirm. In der Aula war sogar noch Platz für einen kleinen Laufsteg, auf dem die Jugendlichen die neue Schulkleidung vorführen konnten: T-Shirts, Kapuzensweatshirts, Stepp- und Regenjacken sowie Taschen. Das darauf eingearbeitete Schullogo stammt vom Lehrer Rudi Weber. "Alles ist nach dem Ökotex-Standard ganz ohne Kinderarbeit hergestellt", versicherte Nicole Neis. Eine Bläsercombo spielte während des Marktes frohe Weisen und die Kinder der 5er- und 6er Klassen sangen schon mal "Macht euch bereit" und "Fröhliche Weihnacht."