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"Wir dürfen die Armen nicht vergessen"

"Wir dürfen die Armen nicht vergessen"

Theley. Der Chillán-Markt in der Erweiterten Realschule Schaumberg am Samstag vor dem ersten Advent ist in den 28 Jahren seines Bestehens zu einem Markenzeichen geworden. Das beispielhafte Engagement der Schüler, Lehrer und Eltern, auch von denen aus den Grundschulen Theley und Tholey, sorgt an diesem Tag nicht nur für ein reiches Angebot an hübschen Dingen für Advent und Weihnachten

Theley. Der Chillán-Markt in der Erweiterten Realschule Schaumberg am Samstag vor dem ersten Advent ist in den 28 Jahren seines Bestehens zu einem Markenzeichen geworden. Das beispielhafte Engagement der Schüler, Lehrer und Eltern, auch von denen aus den Grundschulen Theley und Tholey, sorgt an diesem Tag nicht nur für ein reiches Angebot an hübschen Dingen für Advent und Weihnachten. Immer erklären sich die Menschen durch ihren Besuch auch mit diesem Markt und seinem Anliegen solidarisch. In diesem Jahr erbrachte der Chillán-Markt einen Erlös von 12 240 Euro. Das Geld wurde kürzlich in der Aula durch Schulleiter Friedbert Becker symbolisch an die Vorsitzende der Kinderhilfe Chillán Lebach, Monika Hoffeld, übergeben. "Ich bin jedes Jahr überrascht, was die Jungen und Mädchen der Realschule und der Grundschule zusammen mit dem Lehrpersonal und den Eltern hier leisten", sagte Monika Hoffeld. "Das Geld ist uns eine große Hilfe." Ein Brief des Lebacher Hilfswerkes an seine Wohltäter, der Anfang Dezember geschrieben wurde, gibt Auskunft darüber, was mit den Spenden in Chile geschehen ist und noch immer geschieht. So konnte in Chillán vor etlichen Jahren ein Gesundheitszentrum errichtet werden. Im Übergangswohnheim werden Jugendliche auf ihre Berufsausbildung und das Studium vorbereitet. Viel Geld muss bald in das Kinderdorf "Villa Jesus Nino" investiert werden, in dem 100 sozial benachteiligte Kinder mit schweren seelischen Schäden betreut werden. "Die ganze Anlage ist marode und muss dringend saniert werden", berichtete die Vereinsvorsitzende. Seit dem vergangenen Jahr kümmert sich die Chillán-Hilfe auch um Aids-Waise in Togo.Die Kinder und Jugendlichen der Realschule und der Grundschule sind offenbar voll überzeugt von dem, was sie jedes Jahr für den Chillán-Markt tun. Jannik Emerling, 13, aus Theley, der in der Disco mithalf: "Wir tun das doch nicht für uns. Anderen zu helfen macht einfach Spaß." Josua Lermen, 14, ebenfalls aus Theley, half beim Pizza-Verkauf mit: "Uns geht es in Deutschland doch sehr gut. Und gerade deshalb dürfen wir die Armen nicht vergessen." gtr