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Wendelin auch im Kleinwalsertal

Wendelin auch im Kleinwalsertal

Theley. Acht Männer aus dem Schaumberger Land gehen seit Jahren auf Wanderschaft durch das Kleinwalsertal. "Immer wieder sind dabei auch Hinweise auf den Heiligen Wendelin aufgetaucht", schreibt einer der Wanderer, Armin Schäfer aus Theley

Theley. Acht Männer aus dem Schaumberger Land gehen seit Jahren auf Wanderschaft durch das Kleinwalsertal. "Immer wieder sind dabei auch Hinweise auf den Heiligen Wendelin aufgetaucht", schreibt einer der Wanderer, Armin Schäfer aus Theley. Eine der vielen Verehrungsstätten befindet sich nach seiner Mitteilung in dem kleinen Dorf Baad, das 1244 Meter hoch liegt und ganz von Bergen umgeben ist. Die einst dort sprudelnde Schwefelquelle, die dem Ort seinen Namen gab, gebe es heute nicht mehr. Etwas erhöht steht eine Bergkirche, die dem Heiligen Martin geweiht ist. Sie liegt an einem idyllischen Höhenweg. Ihr Vorgängerbau, eine Kapelle, entstand im Jahre 1636 und lag 40 Meter nordwestlich des Kaplanhauses. Das Haus steht hinter der jetzigen Kirche, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet worden ist. Das Innere des Gotteshauses ist reich ausgestattet. Neben einem Hochaltarblatt des Heiligen Martin sowie Figuren des Heiligen Theodul und der Heiligen Barbara gibt es zwei Seitenaltäre. Auf einem davon ist der Heilige Wendelin abgebildet. Das Kunstwerk stammt aus dem Jahre 1856. Armin Schäfer hat auf seiner Wanderung auch mit dem für die Bergkirche zuständigen Pfarrer gesprochen. Dieser teilte ihm mit, dass St. Wendelin im ganzen Kleinwalsertal als Schutzpatron der Bauern und der Viehherden sehr verehrt werde. An seinem Gedenktag 20. Oktober sei jedes Jahr eine Feier am Wendelinusbild in der Kirche. Nach einer Überlieferung habe der Heilige, nachdem die Menschen innig zu ihm gebetet hätten, 1780 das Dorf von einer verheerenden Viehseuche befreit.