Wandern gegen große Not

Theley. Flores ist die größte christliche Gemeinde Indonesiens. "Dort ist die Not sehr groß, und die Menschen sind auf unsere Hilfe angewiesen", betont der aus Flores stammende Pater Ignatius in seiner Predigt während des Gottesdienstes in der Pfarrkirche

Theley. Flores ist die größte christliche Gemeinde Indonesiens. "Dort ist die Not sehr groß, und die Menschen sind auf unsere Hilfe angewiesen", betont der aus Flores stammende Pater Ignatius in seiner Predigt während des Gottesdienstes in der Pfarrkirche. Dank der Missionsarbeit der beiden Theleyer Patres, Klaus Naumann und Kurt Bard, sei in Flores schon sehr viel Positives passiert. Direkt nach der Heiligen Messe folgen die nächsten Schritte um deren Arbeit zu unterstützen. 150 Teilnehmer begeben sich auf den rund zehn Kilometer langen Hungermarsch an den Schaumberg. "Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden", freut sich der erste Vorsitzende von "Hilfe Direkt", Franz Dewes. Vorbei an der Afrikakapelle führt die Strecke über den Herzweg zur Verpflegungsstation Blasiuskapelle. "Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, dass ich dabei bin", sagt der Wanderer Peter Barth. Mit dem Wissen dass jeder Euro auch an der richtigen Stelle ankommt, unterstützt Susann Dase aus Völklingen die Aktion des Vereins. Über deren Projekte, und die Lage vor Ort, informiert Vereinsmitglied Dr. Wolfgang Wahlen in einem einstündigen Dia-Vortrag, die Teilnehmer nach ihrem Marsch in der Aula der Erweiterten Realschule Schaumberg. "Zum Vortrag sind noch weitere Leute dazu gekommen", berichtet Dewes. Wahlen geht in seinen Ausführungen auf das Malaria-Bekämpfungsprojekt in Flores ein. Mit Spendengeldern werden die vorbeugende medizinische Laboruntersuchung von Schulklassen und die Behandlung bei Erkrankung unterstützt. Zweimal pro Woche finanziert der Verein eine Schulspeisung für besonders geschwächte Kinder. Durch regelmäßige Veranstaltungen und Initiativen konnten bislang viele Projekte der aus dem Ort stammenden Missionare, wie der Bau von Kindergärten oder Schulen, Landwirtschaftsprojekte verwirklicht werden. "Mit dem Hungermarsch wollen wir auf die vielen Aktivitäten des Vereins aufmerksam machen, und dabei das Bewusstsein für die gute Sache bei der Bevölkerung wecken", sagt Schirmherr Schmidt. Wichtig sei es, die Leute für die Hilfsprojekte zu sensibilisieren und zur Spendenbereitschaft zu motivieren. Und das an diesem Tage mit Erfolg. Zwei Marschteilnehmer überreichen dem Vorsitzenden den ausgefüllten Mitgliedsantrag und treten damit in den Verein ein. "Schon allein das ist eine tolle Sache für uns", ist Dewes begeistert. Der Verein zählt mittlerweile rund 100 Mitglieder und engagiert sich in allen Erdteilen. "Die Notwendigkeit ist überall groß", merkt Dewes dazu an. Dem stimmt Schmidt uneingeschränkt zu, und kündigt an, den Hungermarsch zu wiederholen. Der Erlös der Veranstaltung steht momentan noch nicht fest. Sicher ist jedoch, dass der Verein und der Schirmherr am 13. Mai nach Flores fliegen, um den Spendenbetrag zu übergeben.

Auf einen BlickDer Verein "Hilfe Direkt" wurde vor elf Jahren in Theley gegründet, um die Arbeit der aus dem Ort stammenden Missionare Schwester Rosemarie Dewes in Argentinien sowie Pater Klaus Naumann und Pater Kurt Bard in Indonesien zu unterstützen. Kontakt und Infos: Telefon (0 68 53) 53 23 oder 20 23. Spendenkontonummer: 338 532; Volksbank Nahe-Schaumberg, BLZ: 590 99 550. Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt. frf