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Vom Einfluss der globalen Vernetzung auf unser Leben

Vom Einfluss der globalen Vernetzung auf unser Leben

Tholey. Deutsche Truppen stehen in Afghanistan. Die Rohstoffpreise steigen in Deutschland aufgrund des ökonomischen Wachstums in China, Indien und anderen Teilen der Welt. Inder beantworten in den Callcentern in New Delhi und Mumbai Fragen, die Menschen in Saarbrücken und Tholey stellen. Kurzum: Jeder ist mit jedem in der ganzen Welt verbunden

 Die Welt ist vernetzt. Foto: dpa
Die Welt ist vernetzt. Foto: dpa

Tholey. Deutsche Truppen stehen in Afghanistan. Die Rohstoffpreise steigen in Deutschland aufgrund des ökonomischen Wachstums in China, Indien und anderen Teilen der Welt. Inder beantworten in den Callcentern in New Delhi und Mumbai Fragen, die Menschen in Saarbrücken und Tholey stellen. Kurzum: Jeder ist mit jedem in der ganzen Welt verbunden. Das Handeln von Menschen in anderen Erdteilen hat also direkten Einfluss auf die Lebenswirklichkeit hier in Deutschland. Aber werden hier diese anderen Gesellschaften, diese anderen Kulturen wirklich verstanden? Was bedeuten diese weltweiten Verbindungen für das Selbstverständnis der eigenen Gesellschaft? Wie kann man sich in dieser überaus komplexen Welt orientieren? Diesen Fragen geht Bernd M. Scherer in seinem Vortrag im Rahmen der Tholeyer Abteigespräche nach. Am kommenden Freitag, 27. Februar, referiert der Intendant des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin ab 19.30 Uhr in der Tholeyer Abteikirche. Die Tholeyer Gemeindeverwaltung und die Benediktinerabtei Tholey haben diese Veranstaltungsreihe gemeinsam ins Leben gerufen. Nach Schwester Basina Kloos, der Geschäftsführerin der Marienhaus GmbH, dem Ministerpräsidenten a. D., Prof. Dr. Bernhard Vogel, und Abtprimas Notker Wolf folgt in diesem Jahr Bernd M. Scherer, der Intendant des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin und gebürtig aus Tholey-Scheuern, mit seinem Referat "Die Welt in Deutschland". Bernd M. Scherer ist seit 2006 Intendant des Hauses der Kulturen der Welt, Berlin. Von 1999 bis 2004 leitete er das Goethe-Institut in Mexiko und anschließend die Zentralabteilung Künste des Goethe-Instituts in München. Seine zentralen Arbeitsgebiete liegen in der Philosophie, Zeichentheorie, Ästhetik und in interkulturellen Fragestellungen. Er leitete eine Reihe internationaler Kulturprojekte, zum Beispiel "Europa Neu Denken" am Haus der Kulturen der Welt und "CulturALE 2003" in Mexiko. In Mexiko kuratierte er unter anderem ein großes, urbanes Kunstprojekt zum Thema "Wasser". Neben einer Reihe von Artikeln zu interkulturellen Fragestellungen und philosophischen Themen war er Mitherausgeber der Bände "Das Marco-Polo-Syndrom" (1995), einer Auseinandersetzung mit der Rolle der Kunst im globalen Kontext, "Alexander von Humboldt - Aufbruch in die Moderne" (2001) und "Wasser - Agua" (2003). Der Eintritt ist frei. red