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Vier Gegentore in einer Halbzeit

Vier Gegentore in einer Halbzeit

Vier Eier hat sich der SV Hasborn am Ostersamstag in der zweiten Halbzeit ins Nest legen lassen. Vor 200 Zuschauern verloren die Gastgeber in einer kuriosen Partie gegen den FV Siersburg mit 3:4.

Georg Müller , der Trainer des Fußball-Saarlandligisten SV Hasborn , war am Samstag nach der 3:4-Heimniederlage gegen den FV Siersburg mächtig angefressen. "Wir haben eine Partie, in der wir über weite Strecken die bessere Mannschaft waren, verloren", ärgerte sich der Übungsleiter. "Dass wir gegen einen Abstiegskandidaten vier Gegentore in einer Halbzeit bekommen, das fuchst mich. Wir sind in Hälfte zwei hinten von einer Verlegenheit in die nächste gestolpert."

In der Tat hatte es zur Pause wohl keiner der 200 Zuschauer für möglich gehalten, dass die Gäste im Hasborner Waldstadion vier Tore schießen würden. Zur Halbzeit führten die Hausherren mit 1:0. Den Führungstreffer hatte Rico Altmeyer mit einer Direktabnahme nach einer Ecke von Thomas Holz erzielt - nach nur sechs Minuten. Danach hatten die Gastgeber alles im Griff. Siersburg kam kaum einmal gefährlich in die gegnerische Hälfte.

Das änderte sich aber direkt nach Wiederanpfiff. Hasborn war wohl mit den Gedanken noch in der Kabine, als die Gäste die Partie binnen vier Minuten drehten. In der 51. Minute spielte Siersburgs Alexander Riga den Ball in den Strafraum zum völlig freistehenden Jeffrey Mike. Der überwand mit einem Lupfer Hasborns Torwart Tim Alt zum 1:1. In der 54. Minute lief es beim 2:1 für die Gäste umgekehrt. Mike bediente Riga, der traf per Flachschuss.

Nach dieser Tiefschlafphase konnte Hasborn - zumindest im Offensivbereich - aber wieder an die gute Leistung der ersten Hälfte anknüpfen. Nur zwei Minuten nach dem 1:2 setzte sich Steffen Hoffmann auf der rechten Außenbahn durch und flankte in die Mitte. Dort reagierte Christopher Knapp am schnellsten und drückte die Kugel zum 2:2 über die Linie. 20 Minuten vor Schluss gingen die Rot-Weißen durch ein echtes Traumtor dann sogar wieder in Führung. Ein Drehschuss von Mischa Theobald schlug unhaltbar zum 3:2 im linken Winkel ein. Als Sekunden danach Siersburgs Kapitän Fabio Groß wegen Meckerns Gelb-Rot sah, sah plötzlich doch wieder alles nach einem Heimsieg für den SV aus.

Doch es blieben die Defensiv-Schwächen, die der Gegner bestrafte. In der 72. Minute drückte Mike eine scharfe Hereingabe von links zum 3:3 über die Linie. Und in der 89. Minute gelang den Gästen sogar noch das Siegtor. Nach einem weiten Befreiungsschlag setzte sich Riga im Laufduell gegen Hasborns Nikolas Wilhelm durch, steuerte alleine aufs Tor zu und vollstreckte zum 4:3.