Typisierungsaktion beim Heimspiel des SV Hasborn

Heimspiel mit Typisierungsaktion : SV Hasborn sucht nach Lebensrettern

„Kick gegen Krebs“ lautet das Motto beim Heimspiel des SV Hasborn gegen Borussia Neunkirchen am Samstag, 5. Oktober. Dann starten die Fußballer zusammen mit der Stefan-Morsch-Stiftung einen Typisierungsaufruf.

Wie eine Sprecherin der Stiftung berichtet, können sich Erwachsene bis 40 Jahre kostenlos mit einer Speichelprobe registrieren lassen und zwar in der Zeit von 14.30 bis 18.30 Uhr.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 11 000 Menschen an Leukämie. Wenn Chemo und Bestrahlung nicht helfen, ist die Transplantation gesunder Blutstammzellen eines genetisch passenden Spenders die letzte Chance. Als erste Stammzellspenderdatei in Deutschland wirbt die Stefan-Morsch-Stiftung dafür, dass sich Menschen als mögliche Lebensretter in der Datei registrieren, um im Ernstfall für einen Leukämiekranken Stammzellen zu spenden. Weltweit sind mehr als 36 Millionen Menschen typisiert. Trotzdem wird immer noch nicht für jeden Patienten ein passender Spender gefunden.

„Wir wollen dafür sorgen, dass mehr Menschen auf das Thema aufmerksam werden und sich registrieren. Jeder Einzelne zählt“, sagt Thomas Guthörl, Vorstandsmitglied des SV Hasborn. Gemeinsam mit den Vereinskollegen hofft er, dass viele zum Heimspiel kommen, um mitzufiebern und zu helfen.

„Die Typisierung geht schnell. Man gibt seine Kontaktdaten an, unterschreibt die Einwilligung und gibt eine Speichelprobe ab“, erklärt Nicolas Küss, Spieler der ersten Mannschaft. Der 25-Jährige ist schon registriert und hat vor wenigen Monaten Knochenmark für eine Frau in Spanien gespendet. Das Knochenmark wurde ihm unter Vollnarkose aus dem Beckenknochen entnommen: „Danach hat es sich wie ein leichter Muskelkater angefühlt. Das war kein Problem, nichts, wovor man Angst haben muss.“ Die heute weitaus häufigere Methode, um zu spenden ist die Stammzellapherese. Das funktioniert so ähnlich wie eine Blutplasmaspende.

„Kommt am 5. Oktober vorbei und lasst euch typisieren. Jeder Leukämiepatient sollte die Chance bekommen, dass er weiterleben kann“, sagt Küss. Wer sich nicht typisieren möchte, könne trotzdem helfen: Auch Geldspenden werden gebraucht. Bei jeder Typisierung entstehen der Stiftung Kosten von rund 40 Euro. Diese werden mithilfe von Spendengeldern finanziert.

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