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SV Hasborn gewinnt erstes Heimspiel mit 3:0 gegen Borussia Neunkirchen

Fußball-Saarlandliga : Ein Hauch Beckenbauer in Hasborn

Fußball-Saarlandligist SV Hasborn hat in seinem ersten Heimspiel einen 3:0-Sieg gegen Borussia Neunkirchen gefeiert. Zwei Neuzugänge hatten dabei ein perfektes Heimdebüt. Sascha Krauß traf zum 1:0. Martin Forkel bereitete das 2:0 genial vor.

So stellt man sich als Spieler seinen ersten Heimauftritt vor: Gerade einmal zehn Minuten brauchte der von der SG Lebach-Landsweiler zum Fußball-Saarlandligisten SV Hasborn gekommene Sascha Krauß am Samstag, um zum ersten Mal vor eigenem Publikum für seinen neuen Club zu treffen. In der zehnten Minute köpfte Krauß im Heimspiel gegen Borussia Neunkirchen eine präzise Hereingabe von Martin Dausch per Bogenlampe zum 1:0 für die Gastgeber ins Netz. Der Auftakt zu einem gelungenen Heimdebüt von Krauß – und einem Sieg seiner Mannschaft.

Noch eiliger als Krauß hatte es ein anderer Neuzugang in der zweiten Halbzeit: Ex-Profi Martin Forkel stand nach seiner Einwechslung für Lukas Hasenfratz noch keine 120 Sekunden auf dem Feld, als er in der 67. Minute mit einem klugen Pass in die Tiefe fast die gesamte Borussen-Abwehr aushebelte. Johannes Gemmel lief danach alleine aufs Tor zu und „zimmerte“ die Kugel zum vorentscheidenden 2:0 genau in den linken Winkel.

„Der Pass von Martin mit dem Außenrist war in bester Franz-Beckenbauer-Manier“, jubelte SV-Trainer Pascal Bach und grinste: „Dafür habe ich ihn eingewechselt. Er soll ja entscheidende Sachen machen.“

Auch Forkel hatte nach dem Schlusspfiff ein Lächeln im Gesicht: „Besser hätte es nicht laufen können. Das war ein guter Einstand“, freute sich der 41-Jährige, der nach fünf Jahren Pause als Spieler von Hasborn reaktiviert wurde (wir berichteten). „Johannes hat den Ball aber auch richtig geil weggemacht“, lobte der ehemalige Zweitligaspieler den Torschützen.

Forkels Analyse der Partie: „Die Mannschaft hat sich vor meiner Einwechslung die Führung gut erarbeitet – und hinten raus konnten wir die sich bietenden Räume nutzen.“ Das war auch in der Nachspielzeit so, als Gemmel – erneut im Anschluss an einen öffnenden Pass – zum 3:0-Endstand traf.

Bei diesem Ergebnis war Bach nach dem Schlusspfiff hochzufrieden. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, auch wenn wir am Anfang ein paar Probleme hatten“, urteilte der Übungsleiter. Was dem 39-Jährigen besonders gut gefiel: „Gegenüber dem 1:1 bei Saar 05 haben wir uns auch im kämpferischen Bereich gesteigert.“

Allerdings hatte Hasborn auch in einigen Szenen Glück. In der Phase zwischen dem Führungstreffer und der Halbzeitpause war Neunkirchen besser im Spiel und hatte ein paar Möglichkeiten zum Ausgleich durch Tim Klein und Nyger Hunter. Bei den Gastgebern griff da spielerisch noch nicht jedes Rädchen ins andere. „Schnelleres Pass-Spiel“, forderte Bach an der Außenlinie immer wieder lautstark von seinen Akteuren.

Diese Vorgabe setzten die SV-Spieler erst in der zweiten Hälfte besser um. Neunkirchen wäre auch in der 83. Minute fast noch einmal zum 1:2-Anschlusstreffer gekommen. Doch ein Freistoß von Klein aus 18 Metern sprang von der Unterkante der Latte auf – und nicht hinter – die Linie.

Auf den SV Hasborn wartet nun eine schwere Auswärtsaufgabe. Am Sonntag ist das Team von Trainer Pascal Bach um 15.30 Uhr beim TuS Herrensohr zu Gast. Der TuS verfügt mit Valentin Solovej und Manuel Schuck, die vergangene Spielzeit beide je 19 Treffer erzielt hatten, über eine der gefährlichsten Offensiv-Reihen der Liga.