Sotzweiler Mauritius-Statue an Kirche eingeweiht

Statue eingeweiht : Kirchenbau nach fast 100 Jahren vollendet

Es war ein letzter Baustein, der lange fehlte: Jetzt ziert endlich eine Mauritius-Statue die Fassade der Sotzweiler Kirche.

Jetzt wacht der Schutzpatron aus luftiger Höhe über die Pfarrgemeinde St. Mauritius Sotzweiler-Bergweiler. Die Statue des heiligen Mauritius wurde in einer Nische an der Außenfassade der Sotzweiler Kirche platziert und mit einem Gottesdienst feierlich eingeweiht. „Die Statue unseres Pfarrpatrons St. Mauritius hat ihren vorbestimmten Platz eingenommen, unser Kirchenbau ist damit nach knapp 100 Jahren vollendet“, verkündete Alexander Richard Löw, Vorsitzender des Verwaltungsrates und Fördervereins Magnifikat St. Mauritius Sotzweiler-Bergweiler.

Der Grundstein zum Gotteshaus wurde 1913 gelegt, zwei Jahre später dann die erste Messe zelebriert. Für die 100-jährige Geschichte der Kirche hat die Pfarrei Helmut Rauber, den stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins, gebeten, einige Geschichten als so genannte „Bausteine“ zu verfassen. „Ich habe viel recherchiert und mich mit Zeitzeugen unterhalten“, beschreibt er seine Herangehensweise. Bei seinen Nachforschungen fiel ihm ein Brief aus dem Jahre 1963 in die Hände. „Darin hat der frühere Pastor Wilhelm Gerhards bedauert, dass die Nische an der Außenfassade der Kirche leer geblieben ist“, berichtete Rauber. Gerhards hätte die Nische gern mit einer Statue des Schutzpatrons gesehen. „Und er wollte, dass der heilige Mauritius nicht mit einem Schwert, sondern mit einer goldenen Palme dargestellt werden sollte“, erklärte Rauber. Dies teilte er 2016 auch dem damaligen Pfarrer Ulrich Graf von Plettenberg mit. „Der hat gleich gesagt, das ist eine tolle Idee“, so Rauber. Der Förderverein kümmerte sich um die Finanzierung, und die katholische Frauengemeinschaft aus Sotzweiler überreichte nach ihrer Auflösung  19 145 Euro zur Realisierung des Projektes. Der Auftrag erging an Bildhauer Pascal Wirth aus Überherrn. „So eine Arbeit hat man nicht alle Tage zu absolvieren“, sagte Wirth. Zunächst habe er Bücher mit Abbildungen des heiligen Mauritius gewälzt und die angefertigten Skizzen der Pfarrgemeinde vorlegt. Aus einem mehr als drei Tonnen schweren Udelfanger Sandsteinblock stellte Wirth die überlebensgroße Mauritius-Statue dar. Mit einem Autokran wurde die mehr als zwei Meter große Heiligenfigur bis in eine Höhe von zehn Metern gehievt und in der Nische an der Außenseite der Kirche platziert. „Sie soll Passanten und vorbeifahrende Autofahrer grüßen und alle animieren, für den Frieden zu arbeiten und zu beten“, sagte Rauber.

In Höhe von zehn Metern wurde die Mauritius-Statue platziert. Foto: Frank Faber

Die feierliche Einweihung nahm der Ideengeber und jetzige Generalvikar des Bistums Trier, Ulrich Graf von Plettenberg, an seiner alten Wirkungsstätte vor. „Solche Gebäude werden eigentlich nie fertig, aber im Grunde ist der Kirchenbau nun abgeschlossen“, meinte Rauber. Genauso sieht es mit seinen Nachforschungen aus. Alle von ihm recherchierten Bausteine, so Rauber, seien nun zusammengefasst worden und würden demnächst in einem Buch über die 100-jährige Geschichte rund um die Sotzweiler Kirche veröffentlicht.