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So bewegen sie einen 16-Tonner

So bewegen sie einen 16-Tonner

Den fünften Platz haben Feuerwehrmänner aus Scheuern und Neipel beim Buspulling-Wettkampf in Wolfenbüttel errungen. Zum 13. Mal traten Teams aus Deutschland an. Eine Mannschaft aus Hessen verteidigte ihren ersten Rang.

Tauziehen war gestern, heute ist Buspulling. Und das benötigt jede Menge Muskelkraft. Das ist mehr als nur ein Wettstreit zwischen zwei Mannschaften, je eine am gegenüberliegenden Ende eines Seils. Denn hier geht es darum, einen Reisebus schnellstmöglich über eine Distanz von 30 Metern zu ziehen. Fünf Teammitglieder reißen mit vereinten Kräften an der dicken Kordel.

Gewinner sind jene, die am schnellsten die Aufgabe bewältigen. Bei der deutschen Meisterschaft im niedersächsischen Wolfenbüttel waren es die Sportler des Teams Buspulling Orange Weilburg. Die Hessen verteidigten damit ihren Vorjahressieg. Ihr schnellster von drei Durchgängen: 20,45 Sekunden. Die Zweitplatzierten stammen aus der Gastgeberstadt - die Kleinen Kleckse. Ihre Zeit: 21,23 Sekunden.

30 Meter in 22,99 Sekunden

Die zeitlichen Abstände der Teams auf den weiteren Rängen waren marginal. So landete die Feuerwehr Scheuern-Neipel als einziger saarländischer Vertreter auf dem fünften Platz. 22,99 Sekunden brauchten die Männer, um den Reisebus ins Ziel zu zerren.

Die Jungs aus dem St. Wendeler Land waren Überraschungsteilnehmer, wie Boris Paulus berichtet. Der Chef der Feuerwehrtruppe aus dem Bohnental: "Die konnten kaum glauben, dass wir noch gar nicht so lange trainieren." Erst nach einer spontanen, untrainierten Teilnahme am Saar-Wettbewerb in Saarbrücken und dem dort errungenen dritten Platz entschied sich die Truppe für die Fahrt gen Norden. "Jetzt trainieren wir zweimal pro Woche", sagt der 34-Jährige Feuerwehrchef. Entweder zögen die fünf Kollegen einen Feuerwehrwagen, oder sie bewegen mit Muskelkraft einen 16 Tonnen schweren Laster. Die Gewichtsklasse, wie sie beim Buspulling gefragt ist.

Paulus gab während des Wettkampfes die Kommandos. Selbst bezeichnet er sich auf der Feuerwehr-Internetseite als Anbrüller. Während seine fünf Kollegen zogen, was das Zeug hielt, heizte er dem Team ein. Altersmäßig eine gemischte Truppe: Zwischen 25 und 41 Jahren sind die Jungs alt.

Dabei waren neben Boris Paulus, Löschbezirksführer Scheuern-Neipel, des Weiteren: Christian Schmidt , Michael Klesen, Andreas Johann, Stephan Nagel und Dennis Brust.

ffw-scheuern-neipel.

jimdo.com/

Schreien (links) und ziehen, was das Zeug hält: Die Feuerwehr aus Scheuern und Neipel beim Wettkampf in Wolfenbüttel. Fotos: Thorsten Raedlein/Stadt Wolfenbüttel

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HintergrundZum 13. Mal veranstaltete die Stadt Wolfenbüttel den Spaß-Wettkampf Buspulling. Nach Angaben von Stadt-Pressesprecherin Kira Breuhammer verfolgten rund 5000 Zuschauer das Spektakel am Sonntag auf dem historischen Stadtmarkt. Der Sieger erhielt neben Pokal 1000 Euro Siegprämie, der Zweitplatzierte 500 Euro. Der Begriff Pulling kommt übrigens aus dem Englischen und heißt ziehen. Damit will der Veranstalter dem Ganzen internationalen Anstrich verleihen. hgn