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„Sie waren immer für uns da“

„Sie waren immer für uns da“

Seit Montag ist Friedbert Becker im Ruhestand. In einer Feierstunde verabschiedete die Gemeinschaftsschule Theley den 67-jährigen Schulleiter und würdigte dessen Leistung. Mehr als 40 Jahre arbeitete Becker als Lehrer.

 Unvergessene Zitate brachten Becker zum Lachen.
Unvergessene Zitate brachten Becker zum Lachen.

"Applaus, Applaus", singen mehr als 80 Schüler auf der Bühne in der Aula der Gemeinschaftsschule Theley . Sie spenden gesanglich Applaus für ihren Schulleiter Friedbert Becker, der am Freitag in einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet wurde (wie kurz gemeldet). Der ist sichtlich gerührt, als er sich zu einem Erinnerungsfoto in die Schar seiner Schüler einreiht.

Viel Applaus, sprich Lob, gab es für Friedbert Becker für seine langjährige Arbeit als Pädagoge, von Politikern, Lehrern, Eltern und Schülern. Alle würdigten den Teamgeist und den Einsatz des 67-Jährigen.

"Die letzten Noten sind geschrieben, die Unterschriften getrocknet", begann Konrektor Lothar Klauck seine Rede. Nach mehr als 40 Berufsjahren sei es an der Zeit, etwas Neues zu beginnen, sagte er mit Blick auf den Ruhestand Beckers. Klauck zählte einige Eckdaten auf. Nach dem Abitur am Missionshaus 1968 habe Becker Mathematik und katholische Religion studiert. 1974 begann er seine berufliche Laufbahn als Aushilfslehrer für Religion. Das zweite Fach Mathe schloss er nicht ab, dafür studierte Becker dann Geschichte, arbeitete ab 1982 als Realschullehrer in Ottweiler und später als Konrektor in Sulzbach. 2003 übernahm er die Schulleiterstelle an der Erweiterten Realschule in Theley . Er habe großes Vertrauen in die Kompetenz seines Lehrerkollegiums gehabt, auch immer ein offenes Ohr für die Schüler , so Klauck: "Du hast immer versucht, das Beste für die Schule zu erreichen." Drei Mal habe er seine Dienstzeit verlängert. "Drei Mal Verlängerung, das schafft selbst der FC Bayern nicht", sagte der Konrektor zum Bayern-Fan Becker.

"Eine Ära geht zu Ende", betonte Landrat Udo Recktenwald , der sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Kreis als Schulträger bedankte: "Du hast die Schule geprägt mit Fleiß, Kompetenz und sozialer Verantwortung." Die Gemeinschaftsschule sei auf einem guten Weg, auch wenn die eigenständige gymnasiale Oberstufe nicht komme. Recktenwald: "Du wirst der Schule fehlen, aber nicht dem Landrat." Denn Becker ist und bleibt als Erster Beigeordneter Vertreter des Landrates. Zudem ist er weiterhin Ortsvorsteher von Theley . Darauf wies Tholeys Bürgermeister Hermann Josef Schmidt hin. Schmidt unterstrich die Bedeutung der Schule für die Gemeinde, die zahlreichen Projekte, die Veranstaltungen. Schmidt: "Diese Schule ist wichtig für die Gemeinde, sie ist ein Ort des sozialen Lebens, ein Kristallisationspunkt."

Viel Lob gab es auch von Ferdi Schank, Personalrat der Schule, dem Schülersprecher Nicolas Caspar und dem Elternvertreter Lars Schlaup. "Sie waren immer für uns da", sagte der Schülersprecher. Die Schüler überreichten Becker ein großes selbst gebasteltes Modell der Schule. Heinz Schuler vom Bildungsministerium würdigte Becker als verlässlichen und integren Ansprechpartner und überreichte ihm die Ruhestandsurkunde.

"Es fällt mir schwer", sagte Friedbert Becker in seiner Abschiedsrede. Daran zweifelte niemand in der Aula. Das, was er gemacht habe, habe er für selbstverständlich gehalten, sagte er zu dem Lob seiner Vorredner. Denn: "Es ist unsere Schule."

Verschiedene musikalische Vorträge umrahmten die Feierstunde. Mitwirkende waren Chiara Simone, Allegra Bartnicki, Eyleen Haupert, Klaus Kochems, Peter Morsch und Oliver Knob. Durch das Programm führten die Schüler Tara Schu und Moritz Altmeyer.