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Schwesternhaus in Hasborn wird zum Haus für Vereine

Ein Zuhause für Vereine soll es werden : Zuschuss für Schwesternhaus-Umbau

In dem Gebäude sollen künftig die ortsansässigen Vereine ein neues Zuhause für Proben und Veranstaltungen finden.

Das ehemalige Schwesternhaus in Hasborn-Dautweiler wird saniert und zum neuen Zuhause für die ortsansässigen Vereine umgebaut. Geplant ist ein großzügiger Veranstaltungsraum. Dieser kann beispielsweise für Probenarbeit, als Raum der Begegnung für alle Generationen oder auch für kulturelle Veranstaltungen mit 50 bis 100 Gästen genutzt werden. Auch eine Küche und sanitäre Einrichtungen finden in dem künftigen Vereinshaus ihren Platz.

Um all dies zu ermöglichen, hatte die Gemeinde Tholey das ehemalige Schwesternhaus im Jahr 2015 von der katholischen Kirche erworben. „Nach dem Umbau können wir eine Lücke schließen, denn gerade für kleinere Veranstaltungen, Proben oder Versammlungen gibt es in Hasborn-Dautweiler kaum öffentliche Möglichkeiten. Es gibt aber großen Bedarf, denn Hasborn-Dautweiler hat deutlich mehr Vereinsmitglieder als Einwohner“, sagt Tholeys Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU).

Wie Martin Backes ergänzte, gibt es in Hasborn-Dautweiler derzeit 43 Vereine, die sich in der Dachorganisation Gemeinschaft der Ortsvereine als 44. Verein zusammen geschlossen haben. Deren Vorsitzender ist Backes. Neben der eigentlichen Vereinsarbeit organisierten die Vereine auch viele Veranstaltungen und Feste im Ort und seien damit laut Backes ein immens wichtiger Faktor für das Zusammenleben. „Für unsere Vereine erfüllt sich damit ein Traum“, sagte Ortsvorsteher Walter Krächan und meinte damit den Umbau des einstigen Schwesternhauses in ein Haus der Vereine.

Benötigt werden für die Sanierung des Gebäudes rund 99 000 Euro. Europäische Union, Land und Bund übernehmen 75 Prozent der Kosten. Die Fördersumme stammt aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK).

Eine weitere Förderung für die Ausstattungsgegenstände (Küche, Mobiliar, elektronische Ausstattung und so weiter) gibt es über das Modellvorhaben Land-Aufschwung. Hier werden weitere rund 75 000 Euro investiert. Landrat Udo Recktenwald (CDU) hat jetzt einen symbolischen Förderscheck über 59 900 Euro überreicht.

Die Gemeinschaft der Ortsvereine bringt aus eigenen Mitteln und eigener Arbeitskraft für die Innenraumgestaltung und -Ausstattung 17 500 Euro ein. Im November soll alles fertig sein.