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Schumi soll wieder Vollgas geben

Schumi soll wieder Vollgas geben

Neipel. Es hätte das Comeback des Jahres werden sollen. Im Juli kündigte Michael Schumacher an, dass er den verletzten Felipe Massa im Ferrari-Cockpit vertreten werde. Doch aus gesundheitlichen Gründen musste Schumi sein Comeback absagen

Neipel. Es hätte das Comeback des Jahres werden sollen. Im Juli kündigte Michael Schumacher an, dass er den verletzten Felipe Massa im Ferrari-Cockpit vertreten werde. Doch aus gesundheitlichen Gründen musste Schumi sein Comeback absagen. Wie reagieren saarländische Schumi-Fans, die an diesem Wochenende ins belgische Spa-Francorchamps fahren und ihren "Liebling" beim großen Preis von Belgien anfeuern wollten?"Wir haben alles abgeblasen", sagt Kerstin Gehder aus Neipel. Eigentlich hatte die Vorsitzende des Ersten-Offiziellen-Michael-Schumacher-Fanclubs, Niederlassung Saarland, ein "großes Ding" geplant. Mit anderen saarländischen Schumi-Fans wollte sie nach Spa fahren und sich auf einem Campingplatz mit Schumacher-Anhängern aus ganz Deutschland treffen, um das Comeback des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters auf seinem Lieblingskurs in den Ardennen mitzuerleben. "Das hat uns getroffen", sagt Kerstin Gehder, als sie und die Fanclub-Mitglieder von Schumis Formel-1-Verzicht hörten. Sie seien so enttäuscht gewesen, dass niemand mehr nach Spa fahren wollte. Gehder zeigt Verständnis für Schumachers Entscheidung: "Die Gesundheit geht vor." Dass Schumis Verletzungen, die er sich bei einem Motorrad-Sturz zugezogen hatte, so schwer waren, hatte die Fanclub-Vorsitzende überrascht. Wenn es nach Gehder ginge, sollte Schumi in Zukunft auf Motorrad-Rennen verzichten. Ihr Rat an den Rekordweltmeister lautet: "Hock dich ins Auto, das ist sicherer." Die Fanclub-Vorsitzende wünscht sich, dass ein gesunder Schumi im nächsten Jahr in einem Formel-1-Ferrari wieder Vollgas gibt. "Möglich ist alles", findet Kerstin Gehder. Und wenn an diesem Wochenende in Spa um WM-Punkte gefahren wird, drücken Kerstin Gehder, ihr Mann Manfred sowie die Söhne Michael und Tobias statt Schumi dem Red-Bull-Fahrer Sebastian Vettel die Daumen. "Vettel ist halt ein deutscher Bub", sagt die Fanclub-Vorsitzende. Bei Schumi hätte sie aber viel mehr mitgefiebert.