Scheuern im Abstiegskampf

Fußball-Landesligist SV Scheuern steht vor dem Heimspiel an diesem Sonntag gegen die SG Neunkirchen-Selbach in der Landesliga Nord auf einem Abstiegsplatz. Dass es beim SVS nicht läuft, dafür gibt es viele Gründe, vor allem macht das Team zu viele Fehler.

Für die Fußballer des SV Scheuern verlief das erste Drittel der aktuellen Saison alles andere als zufriedenstellend. Vor dem Heimspiel an diesem Sonntag um 15 Uhr gegen die SG Neunkirchen-Selbach steht das Team von Spielertrainer Michael Petri mit nur zehn Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz. Lediglich Nachbar SV Hasborn II (neun Punkte) und Schlusslicht SV Holz-Wahlschied (vier) sammelten bislang noch weniger Zähler als Scheuern .

"Heiße Kiste bis zum Schluss"

Ist diese schlechte Platzierung nur eine Momentaufnahme, oder wird es für Scheuern tatsächlich schwer, die Klasse zu halten? Dazu Petri: "Nach zwölf Spieltagen kann man sicher nicht mehr von einer Momentaufnahme sprechen. Dafür bin ich zu sehr Realist. Es wird schwer für uns, in dieser extrem ausgeglichenen Liga. Das wird eine heiße Kiste bis zum Schluss."

Die Gründe dafür, dass Scheuern gegen den Abstieg spielt, sind laut Petri vielfältig. Vor allem moniert der 37-Jährige, dass sich sein Team zu viele individuelle Fehler leistet. "Und das nicht nur in der Defensive, sondern auch in der Offensive", sagt Petri. "Wir müssen lernen, Situationen besser einzuschätzen. Daran arbeiten wir auch im Training. Das hat aber natürlich auch etwas mit Konzentration und Disziplin zu tun."

Zum anderen ist in Scheuern die Personalsituation nicht gerade optimal. Aus diesem Grund musste der Verein kurz vor Saisonbeginn auch schon seine zweite Mannschaft (Kreisliga A Nord) zurückziehen. Einige Spieler wie Florian Klein (Schulterverletzung), Benjamin Schäfer (Autounfall), Pascal Staub (Fußprobleme) oder der zweite Spielertrainer, Daniel Kallus (Wadenverletzung), fehlten oder fehlen noch immer. Andere wichtige Spieler wie Andreas Jäckel oder Christian Nicolay haben aus beruflichen Gründen eine Fußballpause eingelegt.

Verstärkungen im Winter?

Zudem hat Scheuern mit David Frey (zu Verbandsligist SV Thalexweiler) und Peter Junker (als Co-Trainer zu Bezirksligist TSV Sotzweiler-Bergweiler) vor der Runde noch zwei Leistungsträger abgegeben. Somit wurde die Personaldecke richtig dünn. Bei der 0:4-Niederlage am 13. September in Humes hatte Petri beispielsweise mit dem reaktivierten Patrick Müller (45 Jahre) nur einen Auswechselspieler auf der Bank sitzen. "Wir schauen deshalb, ob wir uns im Winter noch einmal verstärken können", sagt Petri.

Trotz der widrigen Umstände ist der ehemalige Zweitligaspieler aber optimistisch, dass seine Mannschaft die Klasse hält. "Wir haben die Qualität dazu, und wir spielen auch zumeist nicht wie ein Absteiger", erklärt Petri.