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Schaumbergbad in Tholey öffnet nach Corona-Pause wieder

Schaumbergbad öffnet am 3. Juli : Es darf wieder geschwommen werden

Nach gut 15-wöchiger Pause öffnet das Schaumbergbad wieder seine Pforten. Zunächst einmal für die Sommerferien.

Alles ruhig in der Schwimmhalle, kein Mensch in den Becken. Am 16. März verfiel das Tholeyer Schaumbergbad coronabedingt in einen Dornröschenschlaf. Nach 15 langen Wochen wird es am heutigen Freitag, 3. Juli, aus diesem erweckt (wir berichteten kurz). Dazu gab auch der Tholeyer Gemeinderat bei einer Gegenstimme während der Sitzung am Mittwochabend seinen Segen.

Hinter den Kulissen ist der Schritt hin zur Wiedereröffnung sorgfältig vorbereitet worden. „Es wurden Hygiene- und Organisationskonzepte erstellt“, berichtet Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU). Er spricht in diesem Zusammenhang von einem wirtschaftlichen Mehraufwand von zirka 47 000 Euro monatlich gegenüber einem geschlossenen Bad. Dennoch erachte er es für wichtig, dass Bürgern und Familien nach dem Lockdown die Möglichkeit zum Schwimmen gegeben werde – zumindest in den Sommerferien. Es ist nämlich geplant, dass Schaumbergbad erst einmal bis zum 16. August zu öffnen. „14 Tage vor Ende der Ferien werden die Verantwortlichen die gemachten Erfahrungen auswerten und entscheiden, ob weiter geöffnet bleibt“, erläutert der Verwaltungschef.

Bis dahin haben die Besucher erstmal die Gelegenheit zu sechs Wochen Badevergnügen. Wobei dabei veränderte Regeln gelten. Es gibt jetzt ein Drei-Schicht-Modell. Das bedeutet: Pro Schicht dürfen 162 Personen ins Bad. Auf dieses Modell hätten sich die Verantwortlichen verständigt, um möglichst vielen Gästen das Schwimmen zu ermöglichen. Ihnen stehen im Bad Schwimmerbecken, Nichtschwimmerbecken, Außenbecken, Lagunenbecken und das Eltern-Kind-Becken zur Verfügung. Jedoch gilt auch für diese jeweils eine Maximalbelegung. Der Strömungskanal im Lagunenbecken ist stillgelegt. Zudem ist die Breitrutsche zum Lagunenbecken gesperrt.

Die drei Bade-Schichten teilen sich wie folgt auf: Montag bis Freitag, je 10 bis 13.45 Uhr, 14 bis 17.45 Uhr sowie 18 bis 21.45 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen je 8.30 bis 12.15 Uhr, 12.30 bis 16.15 Uhr und 16.30 bis 20 Uhr. Somit dürfen die Gäste jeweils drei Stunden im Schaumbergbad bleiben. Dann ist Schichtwechsel. „Wer überzieht, muss einen Aufschlag zahlen“, sagt Schmidt. Dieser ist entsprechend der Minutenzahl gestaffelt. Wer 45 Minuten zu lange im Bad verweilt, muss beispielsweise sechs Euro draufzahlen.

In den Sommerferien gelten folgende Preise für eine maximale Badezeit von drei Stunden: Erwachsene zahlen 5,50 Euro, Jugendliche (bis einschließlich 15 Jahre) 3,25 Euro. Kinder (bis einschließlich fünf Jahre) dürfen kostenlos plantschen. Eine Qual bei der Tarifwahl gibt es somit nicht. Es ist lediglich ein Drei-Stunden-Tarif verfügbar.

Tickets gibt es im Online-Ticketsystem auf der Homepage des Bads: www.das-erlebnisbad.de. Die Bezahlung erfolge über Pay Pal. Wie die Gemeindeverwaltung berichtet, haben sich mehrere Kommunen im Saarland für das System der Firma Pmmr UG aus Saarlouis entschieden. So hätten die Softwarekosten pro Kommune auf einmalig zirka 440 Euro und monatlich auf zirka 100 Euro gesenkt werden können.

Wer keinen Internetzugang hat, kann die Tickets auch ab dem heutigen Freitag vor Ort im Schaumbergbad kaufen. Eine telefonische Reservierung werde nicht angeboten. Die Badegäste werden gebeten, Tickets immer im Voraus entweder online oder vor Ort zu kaufen.

Neues vermeldet Bürgermeister Schmidt während der Sitzung auch in Bezug auf den Sauna-Bereich. Dieser soll am 1. Oktober nach den dann geltenden Hygienevorschriften geöffnet werden.

www.das-erlebnisbad.de