Sanierung im Schaumbergbad bei Tholey geht weiter

Kostenpflichtiger Inhalt: Sanierung in Tholey geht weiter : Neue Farbakzente fürs Schaumbergbad

Ein anderes Ambiente wird künftig in der Schwimmhalle herrschen. Einen Eindruck davon können sich Besucher ab November verschaffen.

Im aufgehübschten Innenhof des Saunabereichs genießen Besucher die Sonnenstrahlen und relaxen. Einige Meter weiter sitzen in der Brasserie H2O Gäste beim Mittagessen. Auch dort haben die Handwerker, die mit Renovierungsarbeiten betraut waren, ihr Werk bereits vollendet, unter anderem hellgrauen Laminatboden verlegt. Die Glasfront des Restaurants gibt den Blick auf die Schwimmbecken des Schaumbergbads frei. Dort ist jedoch nach wie vor kein Wasser drin. Geschwommen und geplantscht werden kann erst wieder ab dem 1. November (wir berichteten). Bis dorthin ist noch einiges zu tun. Doch seit dem letzten Baustellen-Rundgang der SZ Anfang Juli sind bereits jetzt viele Veränderungen sichtbar.

So präsentiert sich die Schwimmhalle deutlich farbenfroher als zuvor. Das liegt unter anderem an der neuen Decke. Jeweils über den Becken weist diese Farbakzente in Rot, Gelb und Orange auf. Doch nicht nur für die Optik hat die neue Verkleidung etwas getan. Sie hat auch die Akustik verändert. „Es gibt keinen Nachhall mehr wie früher“, erläutert Diplom-Ingenieur Daniel Climaco vom zuständigen Architekturbüro Peter Heinz in Tholey.

Auch ein neues Lichtkonzept wurde realisiert. Wie Tholeys Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU) verrät, leuchten die Strahler unter Wasser künftig mit modernen LEDs in Farbe. Einige Schritte weiter geht es zu dem Blickfang des Bads – der Glaskuppel über dem Lagunenbecken. Hier wird aktuell fleißig gearbeitet, was ein Grund für die verzögerte Baderöffnung ist. Die war ursprünglich bereits für den 3. Oktober vorgesehen. Dieser Termin konnte nicht eingehalten werden. Denn die Verantwortlichen entdeckten erste Korrosionsschäden an den Stahlstreben. Jetzt wird der Rost entfernt, und die Konstruktion erhält einen neuen Anstrich – in einem dunklen Grau. Ein weiterer Farbakzent. Doch damit nicht genug. Auch in der Glaskuppel sollen – korrespondierend zu der Deckengestaltung über den anderen Becken – ausgewählte Scheibenelemente künftig in Gleb, Rot oder Orange erstrahlen. „Hauptsächlich die blinden Fenster werden damit versehen“, sagt Schmidt.

Mit einer mobilen Hebebühne fährt ein Handwerker bequem auf jene Höhe, in der er weiter streichen möchte. Das Arbeitsgerät in die Halle zu kriegen, war eine knappe Angelegenheit, wie Climaco berichtet. „Hätten wir Gerüste aufbauen müssen, wäre es teurer geworden.“ Apropos  Gerüste. Die standen im Juli noch über den Schwimmbecken und außen am Turm. Jetzt sind sie verschwunden. Beim Schlendern durch die Halle lässt sich schon ein guter Eindruck gewinnen, wie es aussehen wird, wenn alles fertig ist. Überall riecht es nach frischer Farbe. Die Duschen wurden neu gefliest, ebenso die Böden im Umkleidebereich. Bei den Damen ist schon alles tip top, im Herrenbereich wird noch gearbeitet.

Es geht in den Keller. Ein Großteil der Sanierung findet hier – quasi im Verborgenen – statt. Jene Menge neue Edelstahlrohre wurden hier verlegt, neuen Sand und Kies gab es für die Filteranlage, während die Dosierungsanlage, mit deren Hilfe der Chlorgehalt  für jedes Becken geregelt wird, komplett erneuert wurde. Ebenfalls neu ist die Lüftung. Bis zur Decke baut sich das riesige Gerät auf. Die morderne Technik müsse immer effizienter werden, hohe Ansprüche erfüllen, weiß Climaco. Das wirke sich dann oft auch auf die Größe aus. Ins Schaumbergbad habe die dank der Deckenhöhe des Kellers problemlos gepasst. Bei anderen Bäder sähe das oft anders aus.

Beim Gang durchs Untergeschoss fällt immer wieder frisch eingezogenes Mauerwerk auf. „Da werden die neuen Brandschutztüren eingebaut“, erläutert Jürgen Maldener, Geschäftsführer der Schaumberg Tholey GmbH. Brandschutz, Wasseraufbereitung und Lüftung sind drei große Säulen innerhalb des Modernisierungsprojekts, auf die auch ein Großteil der Investitionen fällt. 3,77 Millionen Euro wurden für diesen ersten Bauabschnitt einkalkuliert. Vom Bund gab es für die Modernisierung drei Millionen Euro Zuschuss. Kosmetische Arbeiten wie frische Farbe oder neue Fliesen gehören zum zweiten Bauabschnitt, für den der Gemeinderat eine Summe von 500 000 abgesegnet hatte. Trotz der zusätzlichen Arbeiten, die in der Lagune des Bads nötig wurden, bleiben die Kosten laut Schmidt im Plan. Auch dank guter Angebote bei den Ausschreibungen. Alles in allem wird nach Abschluss der Arbeiten unterm Strich wohl eine Investitionssumme von 4,4 Millionen Euro (brutto) stehen.

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