Macht im Rathaus verloren : Scheich Schmidt muss sein Emirat Tholey erstmal aufgeben

Zu viele Böcke hat er in den neun Dörfern rund um den Schaumberg geschossen. Die Narren warfen ihm so einiges vor.

Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU) hat auf seiner Dienstreise in das südbrasilianische Partnerstädtchen Alto Feliz vorsorglich um Exil gefleht. Da hat er schon geahnt, dass er am Fetten Donnerstag von den versammelten Narren aus dem Tholeyer Rathaus geschmissen wird. Zu viele Böcke hat er in den neun Dörfern rund um den Schaumberg geschossen. Die Hasborner Anklägerin Kerstin Hein listet auf. Und die Übersicht der Peinlichkeiten des als Scheich getarnten Verwaltungschefs will kein Ende nehmen. Bucklige Gehsteige in Bergweiler, tote Telefone und kein W-LAN in Überroth sowie Hochwasser in Scheuern. „Mach auf die Kassen, lass Gelder regnen, damit wir im Bohnental können besser leben“, fordert Hein. In Tholey soll Schmidt nun endlich dafür sorgen, dass das Freizeithaus Mauritius nicht zusammenfällt. „Sobald wir das Gebäude im Besitz haben, wird es renoviert“, versichert er dem Narrenvolk.

Mit dem orientalischen Zauber kann Schmidt wenig punkten. Der liquidierte Scheich wird anschließend zum armen, fliegenden Teppichhändler, weil er die Narrenschar bei der feuchtfröhlichen Sause im Freizeithaus aushalten muss. Bis Aschermittwoch führt die GroKo der Schaumberg-Prinzenpaare die Amtsgeschäfte im bankrotten Emirat Tholey weiter.