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Platzwunde und geplatzte Träume

Platzwunde und geplatzte Träume

Fußball-Saarlandligist SV Hasborn hat im Viertelfinale des Saarlandpokals die Segel streichen müssen. Beim favorisierten FV Diefflen verloren die Rot-Weißen 0:2. Schlimmer war der Ausfall von gleich drei Spielern.

Verteidiger Mathias Zöhler vom SV Hasborn sank nach dem Schlusspfiff des Saarlandpokal-Viertelfinals gegen den FV Diefflen erschöpft und enttäuscht zu Boden. Mit den Händen vor dem Gesicht lag er einige Sekunden regungslos auf dem Platz, bis ihm seine Mitspieler aufhalfen. Trotz einer engagierten kämpferischen Leistung verpasste der SV Hasborn soeben eine Überraschung. Die Gäste unterlagen dem Saarlandliga-Tabellenführer vor 350 Zuschauern auf dem Dieffler Babelsberg mit 0:2 (0:2). "Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte verloren, weil wir zwei Mal nach eigenem Ballbesitz ein Gegentor bekamen", haderte SV-Trainer Georg Müller und meinte weiter: "Danach versuchten wir alles, um wieder ins Spiel reinzukommen. Aber nach vorne fehlten uns ein wenig die Ideen."
Patzer führen zu Gegentoren

Das 1:0 für die Hausherren in der achten Minute entstand nach einem Eckball für Hasborn . Diefflens Schlussmann Enver Marina fing den Ball ab und machte einen weiten Abwurf. Chris Haase spielte die Kugel an die Strafraumgrenze zu Sturmpartner Fabian Poß. Der legte quer zu Philipp Mandla - und der Mittelfeld-Akteur vollstreckte unhaltbar in das lange Eck. Hasborn hatte sich von diesem Schock noch nicht richtig erholt, da mussten die Rot-Weißen schon den zweiten Nackenschlag hinnehmen. Nach einem Ballverlust der Gäste im Mittelfeld kam der Ball zu Difflens aufgerücktem Außenverteidiger Michael Müller - und der traf flach zum 2:0 in das linke Eck.

Dann kam es noch dicker für Hasborn . Gleich drei Spieler verletzten sich noch vor dem Seitenwechsel. Stürmer Mathias Zimmer musste in der 36. Minute nach einem Zusammenprall mit Marina mit einer Schulterverletzung raus. Sechs Minuten erwischte es Winter-Neuzugang Karsten Rauber: Verdacht auf Muskelfaserriss. Keine 60 Sekunden später prallte Hasborns Kapitän Thomas Holz mit Lukas Latz zusammen und zog sich eine Platzwunde am Kopf zu. Holz hielt zwar noch bis zur Pause durch, musste dann aber auch raus. "Dass ich drei Mal in einer Hälfte verletzungsbedingt wechseln musste, habe ich auch noch nicht erlebt", meinte Müller.

Im zweiten Durchgang versuchte seine Elf noch einmal heranzukommen. Die Dieffler Abwehr erwies sich aber als unüberwindbar - musste sie bislang in der Rückrunde sowieso erst zwei Gegentreffer hinnehmen. Hasborn ist nun am Sonntag um 15 Uhr beim Vorletzten 1. FC Reimsbach zu Gast.