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Platz für alles, was nicht in die Tonne kommt

Platz für alles, was nicht in die Tonne kommt

Tholey. Am 6. Februar wird das Wertstoff-Zentrum des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) auf dem ehemaligen Dowidat-Gelände in Hasborn in Betrieb gehen. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren und auch die Verträge sind jetzt unter Dach und Fach. Danach hat der EVS die Gemeinde Tholey nicht nur mit dem Bau des Zentrums, sondern auch mit seinem Betrieb beauftragt. Dabei wird sie von der St

Tholey. Am 6. Februar wird das Wertstoff-Zentrum des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) auf dem ehemaligen Dowidat-Gelände in Hasborn in Betrieb gehen. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren und auch die Verträge sind jetzt unter Dach und Fach. Danach hat der EVS die Gemeinde Tholey nicht nur mit dem Bau des Zentrums, sondern auch mit seinem Betrieb beauftragt. Dabei wird sie von der St. Wendeler Initiative für Arbeit und Familie gGmbH (Wiaf) unterstützt, die im Rahmen einer Bildungsmaßnahme an der Leitung und den anfallenden Arbeiten beteiligt ist.EVS-Geschäftsführer Heribert Gisch sieht mit dem System Wertstoff-Zentrum das neue Konzept des Entsorgungsverbandes umgesetzt. Weg vom bloßen Einsammeln hin zur Verwertung, also noch besserer Trennung der Abfälle. Hochqualitatives Recycling nennt Gisch als Ziel der Wertstoff-Zentren. Dort werde kein Dreck entladen, sondern etwas Werthaltiges. Der Einzugsbereich der Wertstoff-Zentrums in Hasborn ist nicht an die Gemeindegrenzen gebunden. Bei der Auswahl der Standorte habe sich der EVS am Verhalten der Bürger orientiert, erklärt der Geschäftsführer. Wer dort etwas abgeben will, solle das möglichst ohne zusätzliche Wege erledigen können etwa auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkauf. Da sei der Standort Dowidat-Gelände in unmittelbarer Nähe zur Autobahnausfahrt geradezu ideal. Für das neue EVS-Wertstoff-Zentrum, das rund 500 000 Euro kosten wird, bekommt die Gemeinde Tholey vom EVS einen Investitionskostenzuschuss von 350 000 Euro. Hinzu kommen jedes Jahr weitere 230 000 Euro als Zuschuss zu den Betriebskosten. Bürgermeister Hermann Josef Schmidt ist froh, dass mit dem Wertstoff-Zentrum auf der Industriebrache Dowidat wieder Leben einzieht. Schon deshalb sei der Standort aus Sicht der Gemeinde ideal. Einen idealen Partner für den Betrieb habe die Gemeinde in der Wiaf gefunden. Die Wiaf habe dort die Möglichkeit, Hartz IV-Empfängern das Rüstzeug für die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit zu vermitteln. Wiaf-Prokuristin Gabriele Hau rechnet damit, dass im Wertstoff-Zentrum fünf Personen und die Anleiter, die eine Zusatzausbildung zum Abfallberater absolviert haben, eingesetzt werden. Ziel sei es, die abgelieferten Wertstoffe so sortenrein wie möglich aufzuarbeiten, um sie dann als Rohstoffe verkaufen zu können. Da nicht vorhergesehen werden könne, was und in welcher Menge abgeliefert wird, gebe es noch kein fertiges Konzept für die Aufarbeitung und Verwertung. Das werde sich mit dem Betrieb entwickeln. So denkt Hau auch daran, dass die Wiaf-Mitarbeiter gegen Entgelt Wertstoffe auch abholen werden. Nachgedacht werde auch darüber, noch brauchbare Möbel und Geräte aufzuarbeiten und in einem Sozialkaufhaus anzubieten. Platz auf dem Gelände sei vorhanden. Vorgesehene Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 12 bis 17 Uhr; Donnerstag: 10 bis 18 Uhr; Samstag: 8 bis 16 Uhr.

Auf einen BlickKostenlos angenommen werden von Privathaushalten in haushaltsüblichen Mengen: Aller in einem Haushalt anfallender Elektroschrott wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Küchengeräte, Fernseh-, Videogeräte, Rechner samt Zubehör, Leuchtstoffröhren und Sparlampen; Sperrmüll bis zwei Kubikmeter; Glas; Papier; Pappe; Eisen- und Buntmetallschrott; Korken; Speiseöle- und -fette; Styropor (ein Kubikmeter); Folien; Altkleider; Schuhe; Brillen.Kostenpflichtig angenommen: Altholz, behandelt und unbehandelt, zwei Kubikmeter; Pkw-Altreifen (vier Stück); Bauschutt (40 Liter); Grünschnitt (Pkw-Ladung). red