Petrys Torpedo reicht nicht zum Sieg

Petrys Torpedo reicht nicht zum Sieg

Pirmasens. Hut ab, SV Hasborn. Mit einer engagierten Leistung hat der abstiegsbedrohte Fußball-Oberligist im ersten Spiel des Jahres 2011 bei Meisterschaftsanwärter FK Pirmasens einen Punkt entführt. Vor 400 Zuschauern im Stadion Husterhöhe holte die Mannschaft von Trainer Gerd Warken ein 1:1

Pirmasens. Hut ab, SV Hasborn. Mit einer engagierten Leistung hat der abstiegsbedrohte Fußball-Oberligist im ersten Spiel des Jahres 2011 bei Meisterschaftsanwärter FK Pirmasens einen Punkt entführt. Vor 400 Zuschauern im Stadion Husterhöhe holte die Mannschaft von Trainer Gerd Warken ein 1:1. Vor allem in der ersten Hälfte spielten die Kicker vom Schaumberg bärenstark - so dass unter Umständen sogar ein Sieg für Hasborn drin gewesen wäre. "Ich bin angenehm überrascht von der guten Leistung meiner Jungs. Schließlich haben wir ja nicht gerade bei einer schlechten Mannschaft gespielt", sagte Warken.Hasborn erwischte in Pirmasens einen Start nach Maß. In der siebten Minute wurde Christian Hero von Jan Stutz in der Spitze angespielt. Kurz vor dem Abschluss wurde Hero noch vom Ball getrennt. Es gab Eckball für die Rot-Weißen. Den zirkelte Stutz genau auf den Kopf des mit aufgerückten Innenverteidigers Pascal Petry - und der beförderte die Kugel mit einem wahren Kopfball-Torpedo zum 1:0 ins Netz. "Den hat er richtig reingewuchtet", staunte auch Gerd Warken. Nur wenig später hätte Peter Lauer das 2:0 für die Hasborner nachlegen können, doch er schoss aus sieben Metern knapp über das Tor.

Auch in der Folge hatte Hasborn alles im Griff. Hinten ließen die Saarländer keine Chancen der Gastgeber zu - und nach vorne ging vor allem über die agilen Lauer und Hero des Öfteren die Post ab. So auch nach einer halben Stunde. Lauer tauchte wieder vor dem FKP-Gehäuse auf, wieder schoss er aber knapp drüber. 60 Sekunden später war es noch enger. Hero scheiterte aus fünf Metern am Pfosten. Dass dem 21-Jährigen an diesem Tag ein wenig das Glück fehlte, war auch wenige Minuten später zu sehen. Hero tauchte frei vorm Pirmasenser Schlussmann Raphael Marhofer auf und kam zum Abschluss. Marhofer kam aber noch mit den Fingerspitzen an den Ball, die Kugel strich Zentimeter am Pfosten vorbei. "Wir hätten zur Halbzeit schon 3:0 führen können", beklagte Gerd Warken die mangelnde Chancenverwertung seines Teams.

Warken mit Leistung zufrieden

Es kam, was kommen musste: In der zweiten Halbzeit wurden die Hausherren stärker. Pirmasens drückte, ohne allerdings wirklich Gefahr vor dem Tor ausstrahlen zu können. Bis zur 71. Minute: Da wurde Christoph Weller am Strafraum angespielt. Der beste FKP-Akteur ließ noch zwei Hasborner aussteigen und vollstreckte zum 1:1-Endstand. Der Ausgleichstreffer trübte die Hasborner Freude über die gute Leistung natürlich gewaltig. "Mit der Leistung bin ich am Ende zufrieden, mit dem Ergebnis nicht", sagte Trainer Warken.

Viel Zeit über, das Spiel nachzudenken und den verpassten Chancen nachzutrauern, hat seine Mannschaft aber nicht. Denn bereits morgen muss Hasborn wieder ran. Um 19.30 Uhr empfängt Hasborn zum Saarderby Borussia Neunkirchen im Waldstadion. "Wenn wir gegen die ähnlich gut spielen wie heute, haben wir da eine Siegchance", sagt Trainer Warken. sem

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