Paradies für Hobbygärtner

Herbstliches Flair und jede Menge Blumen gab es am Sonntag beim Kreisgartentag zu sehen. Zum 20. Mal trafen sich Gartenfreunde aus der Region, um ihre Leidenschaft zu teilen, diesmal in Theley.

 Peter Hagen (Bildmitte) führt die Besucher durch den Nutzgarten von Herbert Ziegler.
Peter Hagen (Bildmitte) führt die Besucher durch den Nutzgarten von Herbert Ziegler.
 Josef Schuh zeigt Leonie, wie man Kräutersalz macht.
Josef Schuh zeigt Leonie, wie man Kräutersalz macht.
 Peter Lauk rührt, Otti Dupont und Agnes Lißmann schauen zu.
Peter Lauk rührt, Otti Dupont und Agnes Lißmann schauen zu.

Von großen Aufsitzrasenmähern über Edelstahl-Hochbeete bis hin zu kleineren Gartenutensilien und Blumensamen - alles, was das Hobbygärtnerherz begehrt, war unter den 42 Ausstellern vertreten. Für Pflanzenliebhaber war die grüne Messe ein einziger Garten Eden. Ein Pflanzendoktor war vor Ort, schaute sich kranke Pflanzen an und gab den Besitzern wichtige Tipps für die richtige Pflege und den Umgang mit der jeweiligen Art. Außerdem gab es im DRK Heim interessante und hilfreiche Vorträge über Fuchsien, Orchideen und Gartengestaltung mit Kräutern zu hören.

Viele Blumenstände sorgten dafür, dass kaum ein Besucher die grüne Messe ohne neue Pflanze unter dem Arm verließ, oder mit einem der Kräutersträucher, die es im "Kräuterversteck" bei Joachim Schu aus Neunkirchen zu entdecken gab. Dort fanden sich heimische und mediterrane Kräuter mit ulkigen Namen wie Hemingway-Minze, Mönchspfeffer oder Mädesüß.

Auch Dekorateure aus der Region zeigten ihre Kreativität mit Kürbisgestecken, passend zur Jahreszeit, oder wie Elisabeth Rech und Maria Spaniol mit zeitlosen Windspielen aus Treibholz. Dieses fischt Rech am Bodensee aus dem Wasser, trocknet es und erstellt daraus allerlei Dekoartikel. Von Spaniol werden dann tönerne Elemente hinzugefügt und es entsteht ein Gartenschmuck der besonderen Art.

Kettensägekunst wurde live vor Ort von Erwin Kleinschek vorgeführt. Wagemutig schnitzte er mit einer Kettensäge, unter den verblüfften Augen der Zuschauer, lebensechte Motive aus dicken Holzstämmen. Die traditionelle Kunst der Besenbinderei konnte man sich am Stand von Joachim Karl aus Gonnesweiler genau ansehen. Wie vor hundert Jahren wurden dort aus Birkenreisig Besen hergestellt. Früher banden die Männer mehrere Besen, die man dann übers Jahr hinweg benutzte, bis im nächsten Herbst wieder neue Besen gebunden wurden. Heute werden die Besen von Karl eher als herbstliche Dekoration verwendet: "Besen sind spätestens seit dem Kartoffelbrei von Bibi Blocksberg und den Harry Potter Büchern auch bei Kindern sehr beliebt", erklärt er.

Traditionelles gab es ebenfalls beim Obst- und Gartenbauverein Theley zu sehen, zu riechen und zu schmecken. Um vier Uhr nachts haben die rührigen Vereinsmitglieder begonnen Laxem zu kochen, um diesen dann zwölf Stunden später ganz frisch abzufüllen und an die zahlreichen Besucher des Kreisgartentages zu verkaufen. Permanent musste der Laxem von jemandem gerührt werden, um die richtige Konsistenz zu erlangen und nicht festzukleben.

Für die kleinen Besucher gab es jede Menge Attraktionen. Bennet Mohr Baumdienste hatte eine ganz besondere Idee und nutzte das Kletterzeug, das sie normalerweise für Baumarbeiten benutzen, an diesem Tag, um Kinder in einen der umliegenden Bäume hochzuziehen. Versteht sich von selbst, dass die davon begeistert waren. Beim Stand des Naturwildparks Saar-Hunsrück stellte mit den Kindern Kräuterseife her und beim OGV Theley konnten sie beim Marmeladekochen mit anpacken oder einfach die kuschligen Kaninchen des Kaninchenzuchtvereins Schaumberg beobachten. Außerdem waren Schafe und Ziegen auf dem Gelände eingezäunt und sorgten für ein weiteres Highlight.