Oase der Ruhe und Besinnung

Hasborn-Dautweiler. 350 Gläubige fanden sich am Sonntagmorgen an der 50 Jahre alten Mariengrotte im Dautweiler Wald ein, um mit Pastor Michael Jakob die heilige Messe zu feiern. Vor genau 50 Jahren habe Peter Brachmann auf einem Felsen, der auch Wildfrauenhäuschen genannt werde, eine Lourdes-Grotte errichtet, begann Pastor Michael Jakob seine Festpredigt

Hasborn-Dautweiler. 350 Gläubige fanden sich am Sonntagmorgen an der 50 Jahre alten Mariengrotte im Dautweiler Wald ein, um mit Pastor Michael Jakob die heilige Messe zu feiern. Vor genau 50 Jahren habe Peter Brachmann auf einem Felsen, der auch Wildfrauenhäuschen genannt werde, eine Lourdes-Grotte errichtet, begann Pastor Michael Jakob seine Festpredigt. Ursprung und Anregung dazu sei ein Gelöbnis gewesen, das Peter Brachmann in den Nöten des Krieges gemacht habe. Weihe vor 50 JahrenZu der kirchlichen Weihe seien am 13. September 1959 über 1000 Pfarrangehörige in den Dautweiler Wald gekommen. "Die Grotte ist heute eine Oase, um zur Ruhe und Besinnung zu finden. Sie ist ein Ort des Gebetes und der Andacht, die von vielen einzelnen Betern und Gruppen häufig aufgesucht wird", sagte der Geistliche. "Wir wollen am heutigen Tag dankbar innehalten und mit Blick auf das gestrige Hochfest Mariä Himmelfahrt darüber nachdenken, was es heißen kann, im Glauben miteinander verbunden zu sein." Mariengedenkstätten seien Orte, an denen Menschen die Gegenwart Gottes besonders stark wahrnähmen und bei Maria Trost, Hilfe und Beistand finden würden. An vielen Wallfahrtsstätten könne auf unzähligen Tafeln abgelesen werden, wo Menschen den Dank an die Gottesmutter zum Ausdruck bringen. "Ein Gebet unserer Tage bezeichnet Maria als die Schwester aller, die ihn suchen, die dem unbegreiflichen Gott dienen und die wider alle Hoffnung hoffen" schloss Michael Jakob seine Predigt. "Eine solche Schwester wünsche ich ihnen und mir." Der Kirchenchor begleitete die Messfeier mit seinen Gesängen. Im Eingangsbereich zur Grotte, dem so genannten Waldplacken, begann um die Mittagszeit die weltliche Feier, die ein gemütliches Waldfest war und von über 700 Menschen besucht wurde. "Der gute Zuspruch ist ein Beweis dafür, dass die Bevölkerung sehr mit dieser Grotte verbunden ist", sagte Ortsvorsteher Walter Krächan. Der Männergesangverein und ein Saxofon-Trio sorgten für die musikalische Unterhaltung. Fünf Ortsvereine halfen bei der Organisation des Festes mit. Am Spätnachmittag lud Pastor Michael Jakob die Gläubigen zu einer Marienandacht ein. Viele einzelne Beter und kleine Gruppen gehen das Jahr über zur Muttergottes in den Dautweiler Wald und vertrauen ihr ihre großen und kleinen Sorgen an. Agnes Zöhler erzählte, dass sie schon seit vielen Jahren jede Woche mit einer Gruppe Frauen einen Gang zur Grotte macht. "Wir treffen uns in Dautweiler, beten unterwegs den Rosenkranz und singen an der Grotte Marienlieder", erzählte die Katholikin. gtr