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Niedertemperaturkessel: Verbraucherzentrale rät vom Kauf ab

Niedertemperaturkessel: Verbraucherzentrale rät vom Kauf ab

Manch ein Verbraucher ist verunsichert. In aktuellen Anzeigen und Broschüren der Heizungsbranche heißt es, man solle noch schnell zuschlagen bei günstigen Heizwertgeräten, bevor sie im Herbst verboten werden.

Hintergrund für die Aufregung: Ab dem 26. September gelten innerhalb der EU-Ökodesignrichtlinie neue Effizienzanforderungen für Heizkessel in Privathaushalten. Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale des Saarlandes erläutert, worum es bei der Richtlinie geht: "Ziel der EU-Ökodesignrichtlinie ist es, die Energieeffizienz neuer Geräte immer weiter anzuheben." Und weiter: "Schritt für Schritt werden dafür die Mindestanforderungen erhöht, die ein Produkt erfüllen muss."

Die EU wendet dieses Prinzip nun bei Heizungsanlagen an. Ab 26. September müssen neue Anlagen bestimmte Effizienzkriterien einhalten. Manche Anlagentypen werden dadurch vom Markt verdrängt - so zum Beispiel die bisher noch verbreiteten, jedoch technisch nicht mehr zeitgemäßen Niedertemperaturkessel. Vor einem solchen Kauf warnt Baumgardt entschieden: "Brennwertgeräte sind hinsichtlich der Effizienz deutlich überlegen. Auch von den Anschaffungskosten her sind die alten Kessel meist kein Schnäppchen. Wenn dann aber 15 oder 20 Jahre lang um zehn Prozent höhere Heizkosten fällig werden, war das nur für den Kesselverkäufer ein gutes Geschäft.

"Für die seltenen Fälle, in denen technisch nur ein Niedertemperaturkessel in Frage kommt, sieht die Richtlinie Ausnahmen vor.

In Tholey findendie Beratungen im Rathaus statt.

Terminvereinbarung unter Telefon (0 68 53) 50 80.