„Nicht, weil ich es muss, sondern weil ich es will“

„Nicht, weil ich es muss, sondern weil ich es will“

Lena Battermann ist in Kasachstan geboren und wohnt jetzt in Hasborn. Seit langem widmet sie sich der Malerei. Nun gewährt sie erstmals Einblick in ihre Arbeiten – bei einer Ausstellung im Senioren-Haus Hasborn.

Ihre Werke sind bunt und vielseitig, abstrakt und gegenständlich, leuchtend und düster - so wie das Leben selbst. Die Palette von Hobbykünstlerin Lena Battermann an Stil, Farben und Motiven ist groß. In den Gängen und im Foyer des Caritas Senioren-Hauses Hasborn inszeniert die Künstlerin mit ihrer ersten Ausstellung einen fulminanten Farbrausch.

Die in Kasachstan geborene und jetzt in Hasborn wohnende Malerin stammt aus einer Familie, in der die Kunst einen besonderen Stellenwert hat. Von ihrem Vater wurde Lena Battermann bereits in ihrer frühen Kindheit künstlerisch inspiriert, fand aber bald ihren eigenen, abstrakten Stil. "Das, was ich fühle, drücke ich in meinen Bildern aus", erklärt sie. "Jedes Bild entsteht aus einer anderen Idee und vor allem aus einer anderen Stimmung heraus. Ich male nicht, weil ich es muss, sondern weil ich es möchte." Sie setzt Pinsel und Spachtel ein, wenn ihre meist großformatig komponierten, abstrakten Bilder, überwiegend in Bordeaux-Tönen, entstehen. Sowohl eigene Konzeptionen als auch die Anfertigung individueller Wunschkunstwerke als Auftragsarbeit gehören zum Portfolio der gelernten Dekorateurin.

Lena Battermann lädt die Betrachter ihrer Bilder auf eine gedankliche Reise ein. "Die Bilder lassen großen Raum für eine eigene Interpretation und regen somit unsere Bewohner zum Nachdenken an. Sie vermitteln Atmosphäre und dienen letztendlich auch der Kommunikation unter den Senioren", bestätigt Hausleiterin Vera Schmidt, die gemeinsam mit dem Förderverein Ausstellungen lokaler Künstler, Konzerte und Festlichkeiten initiiert. Die Idee, die verborgenen Kunstwerke erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren, hatte Fördervereinsmitglied Karin Ames. "Ich habe ihre Werke zu Hause gesehen und war so hingerissen von der Art, wie sie malt und wie sie mit den Farben spielt, dass ich sofort dachte, diese Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Alles sehr außergewöhnlich", schwärmt sie. Überredungskunst bedurfte es wenig.

"Es lohnt sich sehr, die Ausstellung zu sehen", schwärmt der Fördervereinvorsitzende Walter Krächan. Mit der großen Resonanz am Eröffnungstag waren die Organisatoren und die Künstlerin mehr als zufrieden. Walter Krächan forderte die zahlreichen Besucher der Vernissage auf, die Räume zu durchschreiten und wünschte ihnen interessante Eindrücke. Nach der Vernissage stellte die Künstlerin dem Förderverein ein Bild zur Verfügung, das noch am gleichen Abend für einen guten Zweck versteigert wurde. Die Musik kam vom Saxophon-Duo Karin Schnur und Hannah Lermen.

Die Ausstellung läuft bis Ende März im Caritas Senioren Haus, Info-Tel. (0 68 53) 97 94 60.

Mehr von Saarbrücker Zeitung