Markus Schäfer hilft Helfen

Markus Schäfer vom Theleyer Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) reiste am Freitag ins südostafrikanische Malawi. Nach starken Regenfällen ist es dort zu schweren Überschwemmungen gekommen. Schäfer wird beim Aufbau der IT-Infrastruktur für die internationale Helfertruppe eingesetzt.

Einen Tag zuvor gab es die Anfrage durch die IHP - der Internationalen Humanitären Partnerschaft - und schon am Freitagabend saß Markus Schäfer (27) im Flieger in das von Überschwemmungen geplagte Malawi .

"Ich fliege zunächst in die Hauptstadt Lilongwe", berichtete er beim Abschied in der Theleyer Unterkunft des Technischen Hilfswerks (THW). Dort wird er beim Aufbau der IT-Unterstützung des UNDAC-Teams (Katastrophenerkundungs- und Koordinierungsteams der Vereinten Nationen) helfen.

In Malawi wird der Theleyer auf alte Bekannte treffen, die Schäfer bei seinen internationalen Hilfseinsätzen und Übungen bereits kennengelernt hat. Denn er ist bei seiner Tätigkeit fürs THW schon viel rum gekommen: 2010 war er in Polen und 2014 im Irak und in Bosnien-Herzegowina. Für den Einsatz in Malawi muss sich der Truppführer der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen einer Malaria-Vorsorge unterziehen. Was ihn vor Ort erwarte werde sich zeigen: "Darüber habe ich mir noch nicht so viele Gedanken machen können. Es gibt bisher wenig Bilder von der Katastrophe." Der Rückflug aus Malawi sei für den 27. Februar geplant.

Seit Dezember herrschen in dem südostafrikanischen Land ungewöhnlich starke Regenfälle. Das führte zu so schweren Überschwemmungen, dass mehr als 630 000 Personen im 14 Millionen Einwohner zählenden Staat am Rande des Malawisees bereits betroffen sind. Die Regierung hat deshalb am 13. Januar den Notstand in 15 von 28 Distrikten erklärt und internationale Hilfe angefordert.

Der THW-Ortsbeauftragte Stefan Wilhelm gab Markus Schäfer mit auf den Weg, gut auf sich aufzupassen und viele Erfahrungen zu sammeln. Der Theleyer THW-Ortsverband kennt sich bereits seit Längerem gut aus mit Auslandseinsätzen und bekommt vom IHP zahlreiche Anfragen. "Sobald einer aus dem Einsatz zurück kommt, ist meist gleich der nächste weg", so Wilhelm. Am 5. Januar war erst Lars Hinsberger vom Westafrika-Einsatz im Ebola-Gebiet Sierra Leone zurückgekehrt. < Bericht folgt.