Lammert lobt die harte Arbeit

Tholey. Prognosen für das neue Jahr, die wollte Bundestagspräsident Norbert Lammert beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes St. Wendel in Tholey nicht abgeben. Daran seien schon größere Experten gescheitert, wie das Jahr 2010 gezeigt habe, begründete er seine Zurückhaltung. Bescheidenes Wirtschaftswachstum und steigende Arbeitslosenzahlen waren der Bundesrepublik vorausgesagt worden

Tholey. Prognosen für das neue Jahr, die wollte Bundestagspräsident Norbert Lammert beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes St. Wendel in Tholey nicht abgeben. Daran seien schon größere Experten gescheitert, wie das Jahr 2010 gezeigt habe, begründete er seine Zurückhaltung. Bescheidenes Wirtschaftswachstum und steigende Arbeitslosenzahlen waren der Bundesrepublik vorausgesagt worden. Mit über vier Prozent sei das Wirtschaftswachstum das höchste seit Jahren gewesen und Deutschland sei das einzige Land in Europa, dessen Arbeitslosenzahl nach der Krise niedriger ist als zuvor. Das seien keine Naturereignisse, sondern das Ergebnis von Veränderungen im ganzen Land. Veränderungen, die schmerzlich waren und nicht von allen bejubelt wurden. Aber die Kraftanstrengung habe sich gelohnt. In Deutschland gebe es so viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, wie noch nie seit 1949. Das zeige, dass vieles möglich sei, wenn man es wolle und hart dafür arbeite.Der Bundespräsident rief dazu auf, Dinge, die man nicht ändern könne, mit Gelassenheit anzugehen, nicht in erster Line ihre Probleme, sondern die Chancen die sie bieten, zu sehen. Etwa die Globalisierung, die sei da und nicht zu verhindern. Verändern könne man die Art, wie man mit ihr umgeht. Auch die Einwanderung nach Deutschland sei nicht zu verhindern. Sie sei sogar dringend notwendig, wenn die sozialen Standards auf Dauer gehalten werden sollen. ddt