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Kunst ist mehr als nur ein Hobby

Kunst ist mehr als nur ein Hobby

Hasborn-Dautweiler. Unter keinem der Bilder, die die jungen Künstlerinnen Kathrin Eckert und Ann-Kathrin Krächan gemalt haben und die jetzt im Senioren-Haus zu sehen sind, steht ein Titel

Hasborn-Dautweiler. Unter keinem der Bilder, die die jungen Künstlerinnen Kathrin Eckert und Ann-Kathrin Krächan gemalt haben und die jetzt im Senioren-Haus zu sehen sind, steht ein Titel. "Wir wollen, dass sich die Besucher der Ausstellung selbst ihre Meinung bilden und versuchen, auch bei den nicht unbedingt gegenständlichen Darstellungen einen Weg zum Erkennen zu finden", sagte Kathrin Eckert bei einer Führung.Dass die Hasbornerinnen in der Malkunst gleiche Interessen gefunden haben, wundert nicht. Schließlich kamen beide am 21. Mai 1992 und im Abstand von nur 22 Minuten zur Welt. Im Kindergarten treffen sie sich wieder in der gleichen Gruppe und malen dort liebend gerne mit Fingerfarben. Gemeinsam besuchen sie die Grundschule. Und immer nehmen sie ihr Maltalent mit, das sich nach und nach entfaltet. "Nachdem sie gespürt haben, dass die Kunst der Gestaltung mit Farben mehr bedeutet als ein schlichtes Hobby, hatten Kathrin und Ann-Kathrin den Ehrgeiz, sich in Formgestaltung und Ausdrucksweise weiter zu entwickeln", sagte der Vorsitzende des Fördervereins des Senioren-Hauses und Ortsvorsteher, Walter Krächan, bei der von 100 Gästen besuchten Vernissage. Kathrin habe zunächst die Kindermalschule besucht, später die "Kleine Kunstfabrik" in Lebach. Ann-Kathrin ging bei der Malerin Karin Mansmann in die Ausbildung und war einige Zeit Gast in der freien Kunstschule Schmelz. Beide Mädchen haben mit ihren Bildern bereits kleine Ausstellungen beschickt. Obwohl sie derzeit die Oberstufen in der Gesamtschule Marpingen beziehungsweise im Johannes-Keppler-Gymnasium Lebach besuchen, bleibt ihnen noch Zeit, ihrem über alles geliebten Hobby nachzugehen. Der Rundgang durch die Ausstellung mit ihren 30 Bildern offenbart, wie gerne, aber äußerst ausgewogen, die beiden Künstlerinnen mit Farben umgehen und wie unter ihren Pinselstrichen auch spontane Ideen Gestalt angenommen haben. Freilich, nicht alles, was dabei entstanden ist, ist auf Anhieb zu erkennen, manchmal auch nicht ganz leicht zu verstehen. Dazu gehören zum Beispiel die "Roten Blutkörperchen". Dagegen kann jeder Betrachter etwas mit dem "Schutzengel" anfangen oder mit den Köpfen und ihren unterschiedlichen Gesichtsausdrücken. Kathrin: "In jeder Sekunde fühlt sich ein Mensch auf der Welt anders". gtr