Kunst als Indikator für Bildung von Bewusstsein

Kunst als Indikator für Bildung von Bewusstsein

Theley. Die gezeigten Kunstwerke, die ehemalige Schülerinnen und Schüler der Realschule sowie der heutigen Erweiterten Realschule für diese besondere Retrospektive zur Verfügung gestellt haben, geben einen Einblick in die Entwicklung des Kunstunterrichtes seit dem Bestehen der Realschule Theley 1970

Theley. Die gezeigten Kunstwerke, die ehemalige Schülerinnen und Schüler der Realschule sowie der heutigen Erweiterten Realschule für diese besondere Retrospektive zur Verfügung gestellt haben, geben einen Einblick in die Entwicklung des Kunstunterrichtes seit dem Bestehen der Realschule Theley 1970. Die Arbeiten diverser Techniken aus verschiedenen Klassenstufen zeigen eine differenzierte Wahrnehmung und ihre künstlerische Umsetzung, wobei sie auch die Erfahrungen mit aktuellen und vergangenen Kunst- und Stilrichtungen widerspiegeln. Die Ausstellung "40 Jahre Schulkunst", zu der die Gemeinde Tholey und die Erweiterte Realschule Theley eingeladen hatten, wurde rege besucht und bewundert. "Dass Schüler derartige Kunstwerke schaffen können, hätte ich nie vermutet", ließ eine Besucherin aus Gronig verlauten. Die Finissage, bei der die Künstlerin Helga Bernhard durch die Ausstellung führte, fand vergangenen Sonntag statt. Die ehemalige Kunsterzieherin Helga Bernhard stellte zu Beginn ihrer Laudatio ganz provokant die Äußerung von Joseph Beuys in Frage, dass in jedem von uns ein Künstler stecke. Neue LebenswegeDie Heranwachsenden auf der Suche nach neuen Lebenswegen, nach Leitbildern und Erfahrungen, könnten jedoch im Kunstunterricht für die Kunst und ihren Facettenreichtum sensibilisiert werden. Bernhard zitierte im Hinblick auf diejenigen, die mit Kunst nichts am Hut haben, dass in der Frühzeit menschlicher Entwicklung das Auftreten von Kunst ein Indikator für Bildung von Bewusstsein und menschlichen Denkens sei. Sie drückte noch deutlicher aus, dass die Fähigkeit Kunst zu schaffen und Kunst zu schätzen, ein von außen erkennbarer Hinweis auf einen kreativen Kopf sei, der auch in anderen Problemfeldern zu kreativen Lösungen kommen könne, erst Kunst mache aus dem Homo sapiens einen homo sapiens intellectus. Musikalisch untermalt wurde die Finissage von Eva Gillen, Maximilian König, Oliver Knob, Svenja Veit, Sarah Kratochwill, Tobias Krämer, Marius Müller und Lukas Kunz. Beim gemütlichen Ausklang dieses kulturellen Morgens halfen Sofie Detzler und Selina Jochum. red

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