Küss lässt den SV Hasborn aufatmen

Küss lässt den SV Hasborn aufatmen

Nach nur einem Punkt aus acht Spielen hat Saarlandligist Hasborn am Sonntag endlich wieder gewonnen.

Müde und gezeichnet vom harten Kampf auf dem nassen Rasen, aber zufrieden gingen die Fußballer des SV Hasborn am Sonntag im heimischen Waldstadion vom Feld. Gerade hatten sie einen eminent wichtigen 1:0-Erfolg gegen den SV Bübingen gefeiert. "Ich bin echt glücklich", jubelte Hasborns Spielertrainer Mathäus Gornik strahlend. Kein Wunder, denn schließlich hatten er und seine Mannschaft lange auf einen Sieg in der Liga warten müssen. Letztmals gab es am 23. Oktober einen Dreier zu bejubeln (1:0 beim FV Siersburg).

Dazwischen lagen acht Begegnungen ohne Sieg, der Sturz in die Abstiegszone - und zahlreiche Rückschläge durch verletzungsbedingte Ausfälle von Leistungsträgern wie Johannes Gemmel, Steffen Hoffmann oder zuletzt Karsten Rauber und Kapitän Thomas Holz. Während die drei letztgenannten auch gegen Bübingen fehlten, feiert zumindest Gemmel sein Comeback nach einer Fußoperation. Der 21-Jährige spielte von Beginn an im offensiven Mittelfeld. "Wenn er dabei ist, spielen wir direkt besseren Fußball", freute sich Gornik über das Comeback des technisch starken Kreativspielers.

Gemmel hatte während seiner 70-minütigen Einsatzzeit einige gute Aktionen. Am spielentscheidenden Treffer war er allerdings nicht beteiligt. Diesen erzielte Defensivspieler Nicolas Küss bereits nach fünf Minuten. Steven Bruni hatte Spielertrainer Gornik auf der Außenbahn in Szene gesetzt. Gornik leitete die Kugel in die Mitte zu Jan Klein, der zum mitgelaufenen Küss querlegte. Küss behielt vor der Hütte die Nerven und versenkte den Ball zum 1:0 für Hasborn.

Das frühe Tor schien die Hausherren zu beflügeln, denn sie gaben weiter Gas und blieben bis eine Viertelstunde vor Schluss die bessere Mannschaft. Einziges Manko: Hasborn nutzte seine Chancen zum 2:0 nicht. Unter anderem scheiterte Fernando da Silva Carl in der 70. Minute mit einem Distanzschuss an der Latte.

Und so mussten die Rot-Weißen am Ende noch mal zittern. Denn in der letzten Viertelstunde versuchte Bübingen mit aller Macht, noch zum Ausgleich zu kommen. "Wir haben aber zum Glück immer irgendwie ein Bein dazwischen bekommen und so das 1:1 verhindert", fand Gornik. Die letzten drei Minuten musste Hasborn dabei sogar in Unterzahl auskommen. Innenverteidiger Nikolas Wilhelm sah in der 87. Minute wegen Ballwegschlagens Gelb-Rot.

Viel Zeit, sich über den ersten Sieg seit fast fünf Monaten zu freuen, hat Hasborn aber nicht. Bereits morgen muss der SV wieder ran. Um 19 Uhr erwartet die Gornik-Elf die SG Lebach-Landsweiler zu einem Nachholspiel.

Freude gab es im Hasborner Waldstadion übrigens nicht nur über die drei Punkte, sondern auch über einen warmen Geldregen. Der SV erhielt von Innenminister Klaus Bouillon eine Woche vor der Landtagswahl einen Scheck in Höhe von 325 000 Euro. Damit unterstützt das Land den geplanten Umbau des Waldstadions. Der soll nächstes Jahr beginnen. Neben dem Rasen- soll ein zusätzlicher Kunstrasenplatz entstehen.