Kleins Leidenszeit ist endlich zu Ende

Kleins Leidenszeit ist endlich zu Ende

Stürmer von Fußball- Saarlandligist SV Hasborn ist nach langer Verletzungspause aufs Feld zurückgekehrt. Am Sonntag empfängt er mit seinem Team Bübingen.

Vergangene Saison traf er insgesamt elf Mal, war zweitbester Torjäger seiner Mannschaft. In dieser Saison hat Jan Klein, Stürmer des Fußball-Saarlandligisten SV Hasborn, noch keinen einzigen Treffer erzielt. Und das ist auch kein Wunder. Denn der 27-jährige Sportökonomie-Student stand in dieser Spielzeit erst drei Mal auf dem Platz.

Der Grund: In der Vorbereitung zog sich Klein einen Mittelfußbruch zu. Als dieser auskuriert war, sollte der Angreifer Spielpraxis in der zweiten Mannschaft der Hasborner (Bezirksliga) sammeln. Dort spielte er genau einmal - am 6. November beim 5:1-Sieg bei der SG St. Wendel. "Danach hatte ich Probleme mit der Achillessehne", erzählt der Angreifer. Die zwangen ihn zu einer weiteren Pause bis zum Winter. "Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange ausfalle. Das hat sich alles gezogen wie Gummi", berichtet der 27-Jährige.

Dass Hasborn derzeit nur Tabellenzwölfter ist, hängt auch mit Kleins Verletzungsmisere zusammen. "Jetzt bin ich aber immerhin wieder schmerzfrei und fit", freut sich Klein - und ergänzt: "Bei 100 Prozent bin ich allerdings noch nicht. Momentan fehlt noch ein wenig die Spritzigkeit." Trotzdem stand er bei allen drei Partien nach der Winterpause von Beginn an auf dem Feld.

Dass Hasborn mit drei Niederlagen ganz schlecht in die Rückrunde gestartet ist, konnte aber auch Klein nicht verhindern. Zumal er es derzeit in der Offensive schwer hat. Dort fallen mit Johannes Gemmel und Steffen Hoffmann nämlich seit einigen Wochen seine Top-Vorlagen-Geber aus. "Das merkt man extrem", erklärt Klein. "Mit ihnen war ich eingespielt. Man kannte die Laufwege. Jetzt müssen wir in der Offensive ständig personell umstellen."

Immerhin: Gemmel könnte an diesem Sonntag im nächsten Spiel der Hasborner zu Hause gegen den SV Bübingen (Anstoß: 14.30 Uhr) nach einer überstandenen Fußverletzung seine Rückkehr geben. Er saß schon bei der 0:2-Niederlage am vergangenen Samstag beim SV Mettlach auf der Bank, wurde aber noch nicht eingewechselt. Hoffmann ist dagegen noch keine Option für die Partie gegen Bübingen. Er wird wegen einer Patellasehnen-Entzündung noch weiter ausfallen.

Dabei wäre es für Klein und Hasborn gerade jetzt besonders wichtig, wenn die "Flügelzange" bestehend aus Gemmel und Hoffmann fit wäre. Denn nach nur einem Punkt aus den vergangenen acht Spielen steht der SV nur noch wegen der besseren Tordifferenz gegenüber drei anderen Teams nicht auf einem möglichen Abstiegsplatz. "Wir sind leider schon mittendrin im Abstiegskampf", weiß Klein. "Das haben wir uns so natürlich nicht vorgestellt."

Ein Grund für das unerwartet schwache Abschneiden ist auch die mangelnde Torgefahr, die der SV in vielen Spielen ausstrahlte. Dass Hasborn in der Offensive diese Saison Probleme hat, ist - zumindest beim Blick aufs Torverhältnis - etwas verwunderlich. Bislang gelangen den Rot-Weißen 37 Treffer - das sind mehr als zum selben Zeitpunkt in der Vorsaison. Damals waren es 35. Doch diese 35 Treffer reichten damals (bei vergleichbarer Anzahl der Gegentore) zu 33 Punkten und Rang vier. Aktuell ist der SV mit 20 Punkten nur auf Rang zwölf in der Tabelle. "Die Statistik belegt unsere Flaute nicht", weiß Klein. "Das liegt daran, dass wir in vielen Spielen, die wir gewonnen haben, mehrere Konter-Tore gemacht haben." So erzielten die Hasborner 17 ihrer 37 Treffer alleine bei den Siegen gegen die DJK Bildstock und den FV Eppelborn (jeweils 4:1), gegen den TuS Herrensohr (4:0) und den TuS Steinbach (5:0).