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Jung will Friedrichsthal alt aussehen lassen

Jung will Friedrichsthal alt aussehen lassen

Hasborn. Mit gesenktem Kopf schlich Daniel Jung, Innenverteidiger des Fußball-Saarlandligisten SV Hasborn am vergangenen Freitag nach der Niederlage seiner Mannschaft beim FC Hertha Wiesbach in Richtung Kabine. Durch das 0:2 beim Meisterschaftskandidaten hat Hasborn als Tabellen-Achter den Anschluss an die oberen Tabellenplätze verloren. "Die Enttäuschung war riesengroß

Hasborn. Mit gesenktem Kopf schlich Daniel Jung, Innenverteidiger des Fußball-Saarlandligisten SV Hasborn am vergangenen Freitag nach der Niederlage seiner Mannschaft beim FC Hertha Wiesbach in Richtung Kabine. Durch das 0:2 beim Meisterschaftskandidaten hat Hasborn als Tabellen-Achter den Anschluss an die oberen Tabellenplätze verloren. "Die Enttäuschung war riesengroß. Vor allem, weil wir eigentlich die bessere Mannschaft waren. Wenn man verliert, weil der Gegner besser war, ist das nicht so schlimm, als wenn man gut gespielt hat und trotzdem verliert", sagt der Innenverteidiger, der am Sonntag seinen 20. Geburtstag feierte.Heute Abend steht für Jung und seine Elf wieder ein Duell gegen eine Mannschaft von ganz vorne an. Der Tabellen-Vierte SC Friedrichsthal ist um 19 Uhr im Waldstadion zu Gast. "Wir müssen gewinnen. Wenn wir jetzt eine Serie starten, können wir in den nächsten Wochen vielleicht wieder oben mit dazu stoßen", gibt sich der Innenverteidiger kämpferisch.

In der Hasborner Viererkette war Jung in dieser Runde in fast allen Begegnungen dabei. "Für mich persönlich lief es bislang gut. Trainer Heiko Wilhelm hat mir oft das Vertrauen geschenkt", freut sich der Defensiv-Akteur.

Das war in der vergangenen Saison nicht immer der Fall. Sein erstes Jahr nach der A-Jugend verbrachte der in Baltersweiler wohnende Jung überwiegend aus der Bank. "Ich musste mich umstellen, da wir in der Jugend mit Libero und nicht mit einer Viererkette gespielt haben. Vor allem taktisch musste ich noch einiges dazu lernen."

Während Jung auf dem Platz mit viel Einsatz und Kampfkraft zu Werke geht, ist außerhalb des grünen Rasens von ihm eher Feinfühligkeit gefordert. "Ich habe im Frühjahr die Fachoberschule abgeschlossen und mache derzeit meinen Bundesfreiwilligendienst bei der Lebenshilfe in St. Wendel", erzählt der SVH-Akteur. Dort arbeitet der 20-Jährige mit behinderten Menschen und hilft unter anderem, ihre motorischen Fähigkeiten zu schulen. "Das macht mir viel Spaß. Ich kann mir auch vorstellen, später in diesem Bereich zu arbeiten", sagt der Fußballer. Zuerst möchte er nach dem Freiwilligendienst aber erst einmal ein Studium beginnen. "Was genau, weiß ich noch nicht, aber mit Sicherheit etwas im sozialen Bereich", sagt Jung.Foto: scheid

Auf einen Blick

Hasborns Trainer Heiko Wilhelm hat vor dem Heimspiel gegen Friedrichsthal Respekt vorm Gegner. "Der SCF ist gespickt mit ehemaligen Oberligaspielern und zählt zu den stärksten Mannschaften der Liga. Wir werden gegen diesen Gegner nicht viele Chancen bekommen. Deshalb müssen wir versuchen unsere wenigen Gelegenheiten zu nutzen." sem