"Jetzt wollen wir auch zum Masters"

"Jetzt wollen wir auch zum Masters"

Theley. Mit einem halbvollen Glas Sekt in der Hand marschierte Heiko Wilhelm, der Trainer des VfB Theley, nach dem Halbfinalsieg seiner Mannschaft gegen den Schaumberg-Rivalen SV Rot-Weiß Hasborn (4:3 nach Verlängerung) beim Masters-Qualifikationsturnier des VfB von den Zuschauerrängen der Theleyer Sporthalle ins Foyer

Theley. Mit einem halbvollen Glas Sekt in der Hand marschierte Heiko Wilhelm, der Trainer des VfB Theley, nach dem Halbfinalsieg seiner Mannschaft gegen den Schaumberg-Rivalen SV Rot-Weiß Hasborn (4:3 nach Verlängerung) beim Masters-Qualifikationsturnier des VfB von den Zuschauerrängen der Theleyer Sporthalle ins Foyer. Genehmigte sich da etwa einer schon vor dem Endspiel einen Siegersekt? "Nein, nein, das Glas war meiner Frau", klärte Wilhelm lachend auf.Knapp eine Stunde später hatte der Trainer schon wieder Sekt in der Hand - und dieses Mal gleich eine ganze Flasche. Aber auch die wurde von dem 40-Jährigen nicht getrunken. Denn nach dem Finaltriumph seiner Mannschaft gegen den FK Pirmasens (7:4 nach Verlängerung) gab der Trainer seinen Spielern damit eine feuchte Dusche. Die Mannschaft revanchierte sich prompt - Heiko Wilhelm wurde mit einer Flasche Bier pitsche-patsche-nass gespritzt. Beste Stimmung also beim VfB. Kein Wunder, denn schließlich hatten die Schwarz-Weißen mit einer starken Leistung ihren Titel beim eigenen Turnier aus dem Vorjahr verteidigt.

"Wir haben wieder gezeigt, dass wir ein Team sind und dass wir auch spielerisch einiges drauf haben", freute sich VfB-Offensivakteur Marc Schilly. Dies sah auch sein Trainer so: "Ich bin hochzufrieden mit der Mannschaft", sagte Wilhelm. Die gewann das Turnier nicht nur, sondern bot den Zuschauern auch noch spektakuläre Spiele. Der erste Höhepunkt war für die Schwarz-Weißen das Halbfinale gegen den Nachbarn SV Rot-Weiß Hasborn. Theley ging durch den fliegenden Torwart Stefan Groß, der zum besten Torwart des Turniers gewählt wurde, mit 1:0 in Führung. Dann drehte Hasborn durch Treffer von Andreas Oberhauser und Manuel Schirra die Begegnung. Erst 58 Sekunden vor dem Ende war es erneut Groß, der zum 2:2 traf.

Anschließend erhielt Hasborns Manuel Schirra eine umstrittene Zeitstrafe. In Überzahl schaffte es der VfB in der Verlängerung durch einen Doppelpack von Timo Atz, mit 4:2 in Führung zu gehen. Hasborn kam durch Schirra noch einmal auf 3:4 heran, zum Ausgleich sollte es für den Oberligisten aber nicht mehr reichen.

Nachdem sich zuvor der FK Pirmasens im Halbfinale mit 2:1 gegen den SV Auersmacher (beide Oberliga) durchgesetzt hatte war klar, dass es eine Neuauflage des Vorjahresfinals geben würde. Damals hatte sich Theley trotz eines 1:4-Rückstandes mit 5:4 gegen den FKP durchgesetzt. Wer dachte, so spannend würde es nicht wieder werden, der hatte sich getäuscht: Theley führte schnell durch Treffer von Marc Schilly und Timo Atz mit 2:0. Doch dann stand es nach individuellen Fehlern der Gastgeber plötzlich 2:2. Es folgte ein offener Schlagabtausch. Als die Schlusssirene ertönte hatten beide Teams vier Mal getroffen. Die Verlängerung musste entscheiden. Und in der waren die Schwarz-Weißen nicht mehr zu halten: Atz traf zum 5:4 für den VfB, Patrik Kropp legte das 6:4 nach. Als dann Groß auch noch das 7:4 gelang, war die Theleyer Titelverteidigung perfekt. "Dass wir wieder gegen den FKP gewinnen, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet", freute sich Wilhelm. "Jetzt wollen wir auch zum Masters", fügte Marc Schilly selbstbewusst hinzu. Nach dem zweiten Turniersieg in diesem Winter liegt der VfB in der Qualifikationstabelle auf Platz fünf.

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