1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Tholey

Hilfe für Indonesien seit 16 Jahren

Hilfe für Indonesien seit 16 Jahren

Viele Hilfsbedürftige auf der indonesischen Insel Flores freuen sich regelmäßig über Spenden des Vereins „Hilfe Direkt Theley“. SZ-Leser wählten den Verein nun zu „Saarlands Bestem“ im August.

Hilfe zur Selbsthilfe geben, dort wo Menschen in Not sind: Seit 16 Jahren setzt sich der Verein "Hilfe Direkt Theley " für mehr Bildungschancen und eine bessere medizinische Versorgung in Indonesien und Argentinien ein. Wegen dieses herausragenden Engagements wählten jetzt 206 SZ-Leser den Verein zu Saarlands Bestem im Monat August.

Wichtigstes Anliegen des Vereins ist, dort schnelle Hilfe zu leisten, wo die Not am größten ist. Spendengelder gehen an drei Steyler Missionare aus dem Tholeyer Ortsteil Theley : an die beiden Patres Kurt Bard und Klaus Naumann auf der indonesischen Insel Flores und die Ordensschwester Rosemarie Dewes in Argentinien . Alle drei Missionare arbeiten ohne eigenes Einkommen, mitunter erhalten sie aber vom Verein in unregelmäßigen Abständen finanzielle Zuwendungen.

Der Großteil der Kinder auf der Insel Flores lebt in ärmlichen Verhältnissen, berichtet der Vorsitzende des Vereins, Franz Dewes. Das Geld fließt dann in die verschiedensten Projekt. So wird zum Beispiel Grund-, Mittel- und Oberschülern auf der Insel Flores die kostenpflichtige staatliche Schulbildung finanziert. Auch unterstützt "Hilfe Direkt Theley " die Freizeitgruppen der Ober- und Mittelschüler, indem Fuß- und Volleybälle sowie Musikinstrumente für Schüler-Bands angeschafft werden. Darüber hinaus werden für Kindergärten und Schulen auch Einrichtungsgegenstände wie Stühle und Tafeln besorgt. Aktuell finanziert der Verein für jeweils ein Jahr einen Teil des Lebensunterhalts dreier auf der Insel Flores lebenden Frauen, die ein Studium auf der Insel Java begonnen haben.

Ein anderer wichtiger Bereich, der mit Geldspritzen des Vereins gefördert wird, ist die medizinische Versorgung. Beispielsweise wurde 2004 auf der Insel Flores in den Orten Kewapante und Maumere ein Projekt zur Bekämpfung der Malaria-Infektion angestoßen. Viele Kinder seien damals an Malaria gestorben, erklärt Dewes. Dabei verfolge das Projekt das Ziel, die dortige Bevölkerung für Sauberkeit zu sensibilisieren und in stehende Gewässer, etwa Pfützen und Tümpel, zur Bekämpfung der Mücken ein Pulver einzustreuen. In kurzer Zeit sei die Malaria-Infektionsrate um 80 Prozent zurückgegangen, verweist Dewes auf den Erfolg des Projekts. Im Zuge dessen wurde in den beiden Orten auch eine Müllentsorgung organisiert. So genannte Kader, die die Aufgabe haben, den Müll einzusammeln, werden mit Geldspenden des Vereins bezahlt. In Einzelfällen übernimmt der Verein auch die Kosten für einen Krankenhausaufenthalt von finanziell schwachen Inselbewohnern.

Bislang sind mehr als 700 000 Euro an Mitgliedsbeiträgen, Privatspenden und Erlösen aus eigenen Veranstaltungen (Hungermarsch, Missionsfest und Missionsbasar) an Projekte auf der oft von Naturkatastrophen heimgesuchten Insel Flores und nach Argentinien geflossen.