Globus-Umwelt-Kindertag am Hofgut Imsbach Theley

Kinder-Umwelttag am Hofgut Imsbach : Grundschüler entdeckten die Natur für sich

Aus dem ganzen Saarland sind Klassen zum Hofgut Imsbach bei Theley angereist, um dort beim Kinder-Umwelttag dabei zu sein.

Das Hofgut Imsbach glich einem wahren Wimmelbild. 440 Grundschulkinder wirbelten den ganzen Tag über lebhaft durch den Wald und saugten neues Wissen zu naturnahen Themen in sich auf. Die Kinder waren von Schulen aus dem ganzen Saarland und aus Kaiserslautern angereist. Der Globus-Kinder-Umwelttag hatte zu diesem Wandertag geladen und sich ein Programm ausgedacht. Falkner, Imker, Waldpädagogen, Pfadfinder und Obst- und Gartenbauer hatten sich an fünf Stationen im Wald verteilt, um den Kindern die Themen zu vermitteln. „Jedes einzelne unserer Globus-Häuser ist tief verwurzelt in seiner Region. Es liegt uns am Herzen, die Wertschätzung unserer Heimat und das Wissen darüber an unsere Kinder weiterzugeben“, sagte Graciela Bruch, Schirmherrin des Globus-Kinder-Umwelttages. Sie stattete alle Kinder mit weißen T-Shirts, orangefarbenen Kappen und grasgrünen Stoffrucksäcken aus. Die gelungene Choreografie des Tages zeigte sich schon bei der Ankunft. Die Wartezeit bis zum Startschuss überbrückte der afrikanische Trommelkünstler Dédé Mazietele. Mit viel Spaß und Witz animierte er die Kinderschar zum Mitsingen zu den Klängen seiner Trommel.

Schirmherrin Graciela Bruch begrüßte gemeinsam mit Oliver Kirsch, dem Geschäftsleiter von Globus Völklingen, und Isabelle Kiehn vom Bildungsministerium die Schulkinder. Klassenweise machten sie sich anschließend auf den Weg in den Wald. Beeindruckend war hierbei die gute Logistik, die alle 440 Kinder ohne Hektik und Chaos rund um das Hofgut Imsbach durch den Waldparcours mit fünf vorbereiteten Forschungsstationen schleuste.

Imker Helmut Kleser aus Niederlosheim beeindruckte die Dritt- und Viertklässler mit vielen Informationen über Bienen. Beim Basteln eigener Bienenwachskerzen konnten die Kinder das natürliche Produkt erfühlen und seinen Geruch wahrnehmen. Gebannt standen die Kinder vor Falkner Theo Omlor, als dieser einen ausgewachsenen Falken auf seinem Arm präsentierte. Wissbegierig löcherten die Kinder den Experten mit ihren Fragen. „Woher wissen Adler, wo Süden ist“, fragte ein Mädchen. Ein Klassenkamerad wollte wissen, wie schnell ein Falke fliegen könne. „Der Falke schafft im Sturzflug bis zu 400 Kilometer in der Stunde und zählt damit zu den schnellsten Tieren der Welt“, erklärte Theo Omlor. Ein überraschtes Raunen ging durch die Runde.

An einer anderen Station klebten die Kinder regelrecht an den Lippen von Lucas Orth vom Pfadfinderbund Saar. Anschaulich berichtete der 18-Jährige über das richtige Verhalten im Wald. „Unser Ziel ist es, die Kinder spielerisch an die Natur heranzuführen. Die Kinder sollen heute mit neuem Wissen nach Hause fahren“, so der engagierte Pfadfinder.

Mit den Naturwacht-Rangern vom Hofgut sowie dem Christlichen Pfadfinderbund Saar ging es kreuz und quer durch den heimischen Wald. Margit Schommer, die mit 26 Schülern aus Perl angereist war, zeigte sich begeistert von dem Tag: „Die Kinder lernen hier so viel. Gut finde ich, dass es nicht nur ums Zuhören geht, sondern die Kinder die Natur auch haptisch erfahren können.“ Auch Frieda Thomé von der Römerschule Dillingen machte am Ende ein zufriedenes Gesicht. „Mir haben vor allem die Stationen mit den Tieren gefallen“, so die zehnjährige Schülerin. „Und wir haben heute viel Neues gelernt. Wir sollten öfter draußen Unterricht haben“, ergänzte Luana Maas. Damit die Kinder an dem sommerlichen Tag auch ausreichend tranken, wurden sie an der Station der Obst- und Gartenbauvereine mit frisch gepresstem Apfelsaft versorgt. Zuvor hatten sie neugierig die Produktion in der großen Saftpresse beobachtet.

Am Rande des Hofgutes mit Blick auf die idyllische Natur, hielten die Schüler mit Fingerfarbe ihre ganz eigenen Eindrücke vom Hofgut fest und konnten selbst einmal Wolle filzen. Klassenweise ging es dann zum Fototermin mit dem Globusmaskottchen. Das gerahmte großformatige Foto überreichte Graciela Bruch bei der Abschlussrunde im großen Stall den Klassendelegationen. „In den vergangenen Wochen und Monaten haben unzählige Hände mit angepackt, um den Schülern einen unvergesslichen Tag in der Natur zu bereiten. Die vielen strahlenden Gesichter heute zeigen uns, dass sich unsere Anstrengungen gelohnt haben und bestärken uns darin, auf diesem Weg weiterzugehen“, so die Schirmherrin.

Die Wartezeit verkürzte Trommelkünstler Dédé mit Musik. Foto: Marion Schmidt

Der Kinder-Umwelttag ging musikalisch mit dem Trommelkünstler Dédé Mazietele zu Ende. Gut organisiert wurden die Kinder im Minutentakt von den Schulbussen für ihre Heimreise abgeholt. „Das war einfach ein toller Tag. Unsere Schüler hatten Spaß ohne Ende, vor allem weil sie selbst auch viel ausprobieren konnten. In der Gruppe haben alle gut funktioniert, und sie haben heute auch viel für ihr soziales Verhalten gelernt“, lobte Christian Braun, Lehrer an der Römerschule in Dillingen.

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