Fünfkampf-Wettbewerb im Bohnental ist zu Ende

Spaß-Wettkampf in Überroth : Die Pokale der Sieger bleiben im Dorf

24 Teams starteten beim Bohnental Fünfkampf in Überroth-Niederhofen. Dabei ging es um sportlichen Erfolg – und eine Extraportion Spaß.

Einmal im Jahr setzt die Spaßgesellschaft im Bohnental zum sportlichen Höhenflug an und stellt das Dörfchen Überroth auf den Kopf. Neun Damen- und 15 Herrenteams trafen sich bei der 42. Ausgabe des vom Förderverein des Sportvereins (SV) Überroth ausgerichteten legendären Fünfkampf-Wettbewerbs. „Auf diese Woche freuen sich alle, weil die Stimmung einfach ausgelassen ist“, begründete SVÜ-Geschäftsführer Peter Jaumann den anhaltenden Erfolg der Kultveranstaltung. Er selbst mischte beim einheimischen Team Glasbier Rangers mit, das die Vorrunde nicht überstand. Ebenso erging es Titelverteidiger Beer Brothers.

Eine Mannschaft besteht aus zehn Akteuren, beim Wettkampf müssen die Disziplinen Fußball, Tauziehen, Korbwerfen, Torwandschießen und Dosenwerfen absolviert werden. Eine Woche lang zogen die ehrgeizigen Spaß-Sportler mit Schlachtgesängen, aus Lautsprechern schallender Partymusik und der bestens gefüllten, rollenden Hausbar zu den Stationen mit Retro-Charme. „Die Torwand haben wir mal neu aufgestellt, beim Rest ist alles beim Alten geblieben“, erklärte der grinsende Geschäftsführer.

Und vor dem Dosen-Schuppen spielte sich ein spannender Krimi ab. 5:5 lautete das Resultat zwischen Dynamo Tresen und dem Los Oranjos Action Team. Stechen, Verlängerung beim Milchdosentreffen. Dynamo Tresen ballerte 53 Büchsen ab, anschließend Gänsehautatmosphäre, weil Los Oranjos treffsicher aufholte. Julian Backes räumte mächtig ab und Schlusswerfer Maximilian Alt ließ die noch zum Sieg benötigten 13 Dosen purzeln – 54:53. damit schubste er Dynamo vom Tresen. Jubel, kollektives Ausrasten für den Einzug ins Halbfinale. Dort wartete das bis in die Haarspitzen motivierte und neu eingekleidete Team Mean Machine. „Wir wollen das Turnier gewinnen. Es wird Zeit, seit 2014 warten wir darauf“, gab Thomas Maldener die Marschroute vor.

Mit 6:4 schaffte Mean Machine die Endspielteilnahme und fertigte dabei Juventus Taurin mit 9:1 ab. Bei den Damen war die Tänzerinnengruppe Completely Crazy nicht zu stoppen. „Finale oho, Finale oho“, schrien die Mädels ihre Freude raus. Im Halbfinale hatten sie Vorjahressieger Wetterhexe mit 8:2 entzaubert. „Wir geben alles. Im Tauziehen sind wir sehr stark, dagegen aber schlecht am Korb“, verriet Completely Crazy-Akteurin Julia Thomas deren Schwäche. Machte aber nix: Der Zielwasserpegel stimmte und im Endspiel gab es einen deutlichen 10:0-Erfolg über die Bierzwerge.

Alles gegeben, platt wie die Maikäfer: Nach dem Tauziehen musste Team Machine kräftig durchschnaufen. Foto: Frank Faber
Nach dem Halbfinale feiern die Teams Completely Crazy und Wetterhexe gemeinsam. Foto: Frank Faber

„Beide Pokale bleiben damit im Dorf“, so Jaumann. Und der Titel hat in Überroth einen enormen Stellenwert. Rückblickend sprach der Geschäftsführer von einer Superwoche. „Viele Freunde und alte Bekannte haben sich wieder einmal hier bei uns getroffen und eine schöne Zeit gehabt. Wir hatten auch das nötige Glück mit dem Wetter“, stellte Jaumann zufrieden fest. Nach der Siegerehrung wurde dann bis in die Puppen gefeiert. Besuchermagnet wie in den Vorjahren war die Ladies Night mit DJ Mario. Im nächsten Jahr werden die gleichen Mannschaften wieder in Überroth an den Start gehen. „Wir müssen nicht groß die Werbetrommel rühren“, weiß Jaumann.

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