Friede, Freude, rosafarbene Eier

Friede, Freude, rosafarbene Eier

Mit „Alles Bio“ traf der Hasborner Theaterverein Edelweiß den Geschmack seines Publikums. Seit Jahren gehören die Aufführungen zur Weihnachtszeit fest in den Terminkalender dazu. Auch ein Kinderstück wurde aufgeführt.

"Alles Bio" heißt das Stück, das der Hasborner Theaterverein Edelweiß an drei Terminen aufgeführt hat. Dabei dreht sich alles um zwei verfeindete Nachbarn, die in der Landwirtschaft, mit teils unlauteren Mitteln, zu Geld kommen wollen. In der Kulturhalle konnten diesmal nicht so viele Besucher Platz finden wie sonst. Ein neuer Brandschutzplan erlaubt lediglich 270 Plätze. Bei der Aufführung im Jahr 2015 waren es noch 340. Dadurch boomte der Vorverkauf und die ersten beiden Termine am 26. und 28. Dezember waren restlos ausverkauft.

Die, die ein Ticket ergattert hatten, konnten sich auf viel Humor freuen. Der Abend begann mit "Wunschträume" von der Kindergruppe des Theatervereins Edelweiß Hasborn-Dautweiler. Das Kindertheater handelt von einem Knecht Ruprecht, der gelangweilt ist von den materiellen Wünschen der Kinder. Die letzten drei Wunschzettel haben es jedoch in sich. Darin bitten drei Kinder den Nikolaus und Ruprecht, ihnen gegen Mobbing und Diskriminierung beizustehen. Zusammen mit Ruprecht und hilfsbereiten Mädchen aus der Nachbarschaft gehen sie das Problem an.

"Alles Bio" regte im Anschluss weniger zum Nachdenken als vielmehr zum Lachen an. Bei teils flachen Witzen in breitem Dialekt kam es zu wilden Wortgefechten. Berti Immel verdient sich in dem Stück eine goldene Nase mit Heilkräutern, die angeblich alle biologisch und regional angebaut werden. Sein Nachbar Stefan Schmitt glaubt ihm kein Wort und weiß, dass ein Kurierdienst regelmäßig Kräuter aus dem "Luftkurort China" liefert.

Kampf gegen die Pleite

Schmitt kämpft als Hühnerfarmer gegen die Pleite und kann seinen Angestellten keinen Lohn mehr zahlen. Seinem betrügerischen Nachbarn Immel gönnt er den Erfolg daher keineswegs. Dessen Frau Rosemarie "Röschen" betitelt er statt Blume als "Gehääks". Ein findiger Reporter berichtet über den Erfolg des Kräuterbauers und vertauscht zwei Anzeigen von Immel und Schmitt, die eine heiratswillige Dame auf den Plan rufen. Die schlägt allerdings beim verheirateten Immel auf, statt beim ledigen Schmitt, was zu mächtig Trubel mit dessen Frau führt.

Als dann die Hühner von Bauer Schmitt anfangen rosafarbene Eier zu legen, die zudem alle möglichen Krankheiten und Wehwehchen heilen, ist die Aufregung auf der Bühne auf dem Höhepunkt. Die Geldsorgen von Bauer Schmitt scheinen sich in Luft aufzulösen, doch woher kommt die heilende Wirkung? Von Immels Heilkräutern, die versehentlich an die Hühner verfüttert worden sind. Die beiden sind nun zur Zusammenarbeit verpflichtet und vertragen sich letztendlich, um zusammen Geschäfte zu machen.

Für viele Hasborner ist das Theater in der Weihnachtszeit längst zur Institution geworden. So sieht es auch Andreas Finkler. Er geht seit 2007 jedes Jahr am zweiten Weihnachtstag zur Vorstellung: "Das gehört an Weihnachten einfach dazu."