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Fotograf Wolfgang Wiesen setzt Libelle in Szene

Leser-Reporter : Wolfgang Wiesen setzt Libellen in Szene

Wiesen ist Fotograf mit Leib und Seele und auch Mitglied im Fotoclub „Tele“ Freisen.

„Ich habe nach dem Regenschauer am Morgen in meinem Gartenteich an einem Seerosenblatt zwei Larvenhüllen der Libelle Blaugrüne Mosaikjungfer – Aeschna cyanea – entdeckt und fotografiert“, schreibt SZ-Leser-Reporter Wolfgang Wiesen aus Hasborn-Dautweiler. Und liefert gleich eine Erklärung zur Aeschna cyanea mit: „Die Larven leben nach der Eiablage zwei Jahre als Jäger im Teich und klettern dann im Sommer auf Wasserpflanzen, um ihre Metamorphose zum erwachsenen Insekt zu vollziehen. Der Chitinpanzer der Larve reisst oben am Brustteil auf, und die fertig entwickelte Libelle windet sich langsam heraus. Sie ist zunächst noch steif und muss ihre großen Flügel aufpumpen, bis sie abhebt und ihr zweites Leben als Fluginsekt beginnt.“

Für Wiesen ist dies ein schönes Beispiel dafür, wie ein kleiner Gartenteich zum Lebensraum für Insekten werden kann. „In meinem Teich entwickeln sich regelmäßig eine Vielzahl verschiedener Libellenarten, welche schon seit vielen Jahren mein Gartenbiotop nutzen“, freut sich der Fotograf.

Wolfgang Wiesen hat, wie es seine Art ist, die Libelle nicht einfach nur fotografiert, sondern kunstvoll in Szene gesetzt. Schließlich ist Wiesen Fotograf mit Leib und Seele und auch Mitglied im Fotoclub „Tele“ Freisen. Erst im Frühjahr hat er mit dem Foto „Jahrmarkt“ den National Award Deutschland der Sony World Photography Organisation gewonnen. Bleibt abzuwarten, ob er für seine Libellen auch einen Preis erhalten wird.

 Wolfgang Wiesen.
Wolfgang Wiesen. Foto: Thomas Reinhardt

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