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Endspiel um den Klassenverbleib

Endspiel um den Klassenverbleib

Ob der VfB Theley in der kommenden Saison noch in der Verbandsliga kickt, entscheidet sich an diesem Sonntag. Der VfB muss das Heimspiel gegen Vize-Meister TuS Steinbach gewinnen und dann darauf hoffen, dass die Mitkonkurrenten leer ausgehen.

Es ist das existenzielle Endspiel für den VfB Theley . Nur mit einem Sieg an diesem Sonntag, 15 Uhr, gegen den Tabellenzweiten TuS Steinbach und gleichzeitigen Patzern der Konkurrenz kann der Tabellen-13. den Klassenverbleib in der Fußball-Verbandsliga schaffen. Der Traditionsclub (siehe Hintergrund) steht mit 35 Punkten auf dem viertletzten Rang, dem ersten Abstiegsplatz. Davor sind Wustweiler (37 Punkte), Schiffweiler (38), St. Ingbert (38) in Reichweite. "Wir müssen zunächst einmal unser Heimspiel erfolgreich bestreiten und dann schauen wir auf die anderen Plätze", sagt VfB-Trainer Jörg Behla, der Ende April den zurückgetretenen Timo Hinsberger beerbt hat.

Während er an der Seitenlinie seine Kommandos gibt, ist er informiert, wie es im Spiel des SV Wustweiler gegen den FC Homburg II steht. "Gewinnen Homburg und wir, dann sind wir durch. Bei allen möglichen Rechenspielchen ist das die einfachste Konstellation", meint der Übungsleiter. Seinen Kickern wird er die Zwischenstände aus Wustweiler nicht mitteilen. "Das lenkt ab und stört nur. Die Jungs sollen ihr Spiel machen", so der 52-Jährige.

Gegenüber der Vorwoche mit dem glücklichen 2:1-Derbysieg muss der VfB spielerisch aber mehr als eine Schippe drauflegen. Doch Behla ist optimistisch - und das hat einen Grund. "Steinbach ist fußballerisch eine gute Mannschaft, die wird wohl nicht nur verteidigen. Gegen solche Mannschaften tun wir uns leichter", erklärt er. Stimmt. Unter seiner Regie hat der VfB in den Duellen mit Spitzenmannschaften gut ausgesehen. In Thalexweiler gelang ein 1:0-Auswärtssieg, gegen Meister DJK Bildstock kostete nur ein grenzwertiger Handelfmeter zum 0:1 einen Punktgewinn. "Ich hoffe nicht, dass dieser Zähler uns am Ende fehlt. Das wäre sehr bitter, denn dieser Elfmeter war nicht berechtigt", hadert Behla.

In zwei Trainingseinheiten hat er in der Woche seine Truppe auf den Showdown eingestellt. Nicht dabei war der angeschlagene Spielführer und Leistungsträger Matthias Schneider. "Er hat schon in Marpingen mit einer Zerrung gespielt. Matthias hat sich die ganze Woche behandeln lassen, damit er am Sonntag hoffentlich hundertprozentig fit ist", teilt Behla mit.

Mit dem möglichen Horror-Szenarium, einem Abflug in die Landesliga, will sich der Trainer noch nicht befassen. "Nach dem Spiel liegen die Fakten auf dem Tisch, dann muss der Verein sehen, wie es weitergeht", sagt Behla, dessen Mission dann nach vier Spielen beendet ist. Oder gibt es ligaunabhängig einen Plan B und der VfB-Trainer in der kommenden Spielrunde heißt weiterhin Jörg Behla? "Darüber haben noch keine Gespräche stattgefunden. Ich habe gesagt, dass ich die vier Spiele machen werde, alles andere ist die Sache des Vereins", hält er fest. Mit dem Klassenverbleib in der Tasche, so Behla, würden sich die Planungen für die kommende Spielrunde sicherlich einfacher gestalten lassen.

Schlusslicht FC Hellas Marpingen ist beim ebenfalls noch abstiegsgefährdeten SV St. Ingbert (Sonntag, 15 Uhr) im Einsatz.

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HintergrundDer VfB Theley ist einer der Traditionsvereine des Saarlandes - und gehörte lange zu den erfolgreichsten. Von 1958 bis 1963 spielte der Verein in der 2. Liga Südwest, danach bis Mitte der 70er immer in der 1. Amateurliga oder in der Regionalliga. In der Saison 1999/2000 spielte der VfB letztmals in der Oberliga. Von 2007 bis 2009 musste die Mannschaft schon einmal in der Landesliga antreten.red