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Hoffest: Eine touristische Perle der Region

Hoffest : Eine touristische Perle der Region

Zu einem Hoffest hatte die Naturlandstiftung Saar aufs Hofgut Imsbach eingeladen. Gut 3000 Besucher wollten sich das nicht entgehen lassen.

Klein aber fein präsentierte sich das Hoffest, das die Naturlandstiftung Saar am vergangenen Sonntag auf dem Hofgut Imsbach Lapointe in vierter Auflage präsentierte. Etwa 3000 Besucher strömten den ganzen Tag über auf das Hoffest. Es ging los um 11 Uhr mit einem Frühschoppen-Konzert des Theleyer Musikvereins Concordia. Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost eröffnete in seiner Funktion als Vorsitzender der Naturlandstiftung offiziell die diesjährige Veranstaltung.

„Das Hofgut Imsbach hat sich in den vergangenen Jahren zu einer touristischen Perle in unserer Region entwickelt. Hier haben wir die herausragende Möglichkeit, die Themen Kultur, Landwirtschaft und die Menschen der Region zusammenzubringen“, so Jost. Tholeys Bürgermeister Hermann Josef Schmidt lobte die gute Zusammenarbeit von Gemeinde und Naturlandstiftung und blickte optimistisch auf die Zukunft der zur Zeit geschlossenen Gastronomie auf dem Hofgut: „Wir sind in konstruktiven Gesprächen, damit wir bald eine gute Lösung für die Gastronomie hinbekommen“. Dabei würde die Kooperation mit regionalen Partnern im Mittelpunkt stehen.

Der regionale Aspekt war auch Kernthema des vierten Hoffestes. Lokale Vereine und Aussteller aus der Region hatten rund um die Stallungen ihre Stände aufgebaut und verwöhnten die Besucher mit einer großen Auswahl an regionalen Produkten. Auch örtliche Vereine wie die Obst- und Gartenbauvereine aus Theley und Selbach sowie die Tierfreunde Schaumberg ergänzten mit ihren Köstlichkeiten das Angebot der hofeigenen Bio-Metzgerei. Das Fest war geprägt von einer ruhigen, beinahe familiären Atmosphäre.

Wir wollen mit unserem Hoffest die Menschen mit dem Thema Natur, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit zusammenbringen. In vielen Teilen der Bevölkerung geht der Bezug zur Landwirtschaft leider verloren, auch das Bewusstsein für die Herkunft unserer Produkte“, berichtete Eberhard Veith, der Geschäftsführer der Naturlandstiftung. Eine große Attraktion des Festes waren vor allem für die Kinder die Tiere des Hofgutes, die sich in den offenen Ställen entspannt den Besuchern zeigten und sich auch schon mal streicheln ließen. Viele Blicke zogen die Ferkelchen der Schwäbisch-Hällischen Weideschweine auf sich. Die Weidewirtschaft mit alten, zum Teil bedrohten Haustierrassen sind das Rückgrat der Flächennutzung des Hofgutes. Eberhard Veith. „Im Sinne der natürlichen Weidehaltung füttern wir kein Kraftfutter zu. Unsere Tiere stehen auf ungedüngten, kräuterreichen Wiesen. Den Kindern können wir mit unserem Betrieb ein Gefühl für eine umwelt- und artgerechte Tierhaltung vermitteln.“

Für den Geschäftsführer der Naturlandstiftung ist das Hofgut Imsbach ein Traditions-Treffpunkt: „Viele Menschen kommen an den Wochenende hierher zum Wandern oder Spaziergehen durch unseren Landschaftspark.“ Auch die Besucher des Hoffestes nutzten die idyllische Lage des Hofgutes für einen Spaziergang rund um das historische Anwesen. Mit seinem Baumbestand und seiner in Ansätzen noch erkennbaren Park- und Gartengestaltung ist das Hofgut Imsbach ein repräsentatives Beispiel für eine gutsherrliche Anlage des frühen und mittleren 19. Jahrhunderts.

Große Teile der umliegenden Hofflächen wurden bis vor wenigen Jahren immer noch intensiv als Acker und Viehweide genutzt. Im Jahr 2007 hatte die Naturlandstiftung damit begonnen, auf dem Hofgut und seiner Umgebung sukzessive einen Landschaftspark im englischen Stil des 19. Jahrhunderts zu rekonstruieren und die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude zu renovieren.

Eine entspannte und familiäre Stimmung herrschte beim Hoffest auf dem Hofgut Imsbach. Foto: Marion Schmidt

Info: www.nls-saar.de