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Die schnellste Gemeinde im Land

Die schnellste Gemeinde im Land

Theley. Die Gemeinde Tholey sei zwar nicht die größte im Land, aber die schnellste. Dieses Kompliment des saarländischen Wirtschaftsministers Joachim Rippel beim ersten Spatenstich zum neuen Industriegebiet BAB1 Am Schaumberg erfreute Bürgermeister Hermann Josef Schmidt und seine Mannschaft sichtlich

Theley. Die Gemeinde Tholey sei zwar nicht die größte im Land, aber die schnellste. Dieses Kompliment des saarländischen Wirtschaftsministers Joachim Rippel beim ersten Spatenstich zum neuen Industriegebiet BAB1 Am Schaumberg erfreute Bürgermeister Hermann Josef Schmidt und seine Mannschaft sichtlich. Das Industriegebiet bei Theley ist das erste, das im Zuge des Masterplans Industrieflächen Saarland, Unternehmen angeboten werden kann und darauf bezog sich der Minister. Wenn alles nach Plan läuft, den hat die Gemeinde vorbereitet und umsetzungsreif gemacht, können im Frühjahr die ersten Firmen mit dem Bau ihrer Produktionsstätten beginnen. Das neue Industriegebiet, das unmittelbar an den Gewerbepark BAB1 anschließt, ist rund 15 Hektar groß. Die Gemeinde hat den notwendigen Flächennutzungsplan aufgestellt, das Bauleitverfahren durchgezogen und die Grundstücke erworben. Mit dem Spatenstich hat sie die Verantwortung und die Kosten für die Umsetzung an die Saarland Bau und Boden Projektgesellschaft GmbH (SBB), eine Tochter der Landesentwicklungsgesellschaft Saar (LEG), weitergegeben. Die wird jetzt das Gelände gemeinsam mit der LEG erschließen und die Flächen vermarkten. Das ist im Projekt-Übernahmevertrag, dem der Tholeyer Gemeinderat zugestimmt hat und der beim Spatenstich unterzeichnet wurde, festgelegt. An der AutobahnMitten zwischen Saarbrücken und Trier, unmittelbar an der Autobahn und dann noch mitten in Europa - besser, so sieht es der Tholeyer Bürgermeister, könne ein Industriegebiet nicht gelegen sein. Und so ist ihm gar nicht bange, dass die Flächen, zumal sie recht günstig seien, auch vermarktet werden können. Neue Industrieflächen zu erschließen sei "wichtig und richtig", und in Theley lägen sie auch genau an der richtigen Stelle, lobte Rippel das Engagement der Gemeinde. Ein Filetstück sei das neue Gebiet. Jetzt gelte es bei der Umsetzung und der Vermarktung zu beweisen, dass "das Saarland das Land der schnellen und der kurzen Wege ist".Es mache Spaß, mit der Gemeinde Tholey zusammenzuarbeiten, stimmte auch SBB-Geschäftsführer Thomas Schuck in den Lobesreigen ein. Noch nirgends habe man die notwendigen Vorarbeiten so schnell und so problemlos erledigen können. Schon vor dem ersten Spatenstich, das wussten Mitarbeiter der SBB, gebe es Interesse an den neuen Flächen. Rund 8,5 Millionen Euro, die das Saarland und die EU aufbringen, wird die Erschließung kosten.Der Bau des Regenrückhaltebeckens ist der Beginn der Erschließungsarbeiten. Erledigt wird vorerst lediglich die äußere Erschließung und die Terrassierung der Flächen. Die Größe der Parzelle wird dann entsprechend der Vorgaben der sich ansiedelnden Unternehmen festgelegt, die dann die innere Erschließung in Eigenregie erledigen.