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Die erste Liga des Punkrocks heizt Fans ein

Die erste Liga des Punkrocks heizt Fans ein

In 17 Jahren hat sich Turbostaat aus der Jugendclubszene bis auf die ganz großen Bühnen der Nation hochgespielt. Am Samstag, 9. Juli, ist die deutschsprachige Punkrockband der Headliner des neunten Volcano-Festivals im Theleyer Skatepark. Insgesamt zehn Bands schütteln die Fans ab 14.30 Uhr durch.

Ende Juni hat die Flensburger Punkrockband Turbostaat 25 000 Musikfreunde beim Hurricane-Festival in Scheeßel begeistert. Am kommenden Samstag ab 21.30 Uhr wird ihre treue Fangemeinde im Theleyer Skatepark vom ersten Ton an jeden Song abfeiern. Ohne Frage, mit der Verpflichtung von Turbostaat, ist den Volcano-Machern ein Golden Goal gelungen. "Es war unser Wunsch. Nach Pascow im letzten Jahr haben wir mit Turbostaat wieder die erste Liga des deutschsprachigen Punkrocks in Theley ", freut sich Yannick Meisberger vom Volcano-Team.

Ende Oktober haben sich die Organisatoren an die Besetzungsliste rangemacht und verstehen sich weiter als eine nicht-kommerzielle Alternative zu den Mainstream-Veranstaltungen. "Wir sind zwar einen Tick teurer geworden, haben auf der anderen Seite aber auch ständig den Stellenwert des Festivals verbessert", meint Meisberger.

Bei der Auswahl der Bands setzen die Macher auf musikalische Vielfalt. "In den ersten beiden Jahren haben die wir Musikstile durchgemixt, da hat es nicht so funktioniert, jetzt klappt's", so Meisberger.

Am bewährten Konzept, mit Auftritten von bekannten oder unbekannten Bands einzuheizen und dabei auch lokalen Musikern und Newcomern ein Forum zu bieten, hat sich nichts geändert. Aus dem Saarland gehen Against Remain, Giulio Galaxis und Mufasa Ozora an den Start.

Die Hamburger Punkformation Captain Planet gilt noch immer Pionier des deutschsprachigen Emopunks. Seit mehr als 20 Jahren ist die Formation Der dicke Polizist mit wechselnder Besetzung mehr oder weniger im Geschäft. Marathonmann aus München treibt es gerne eine Spur härter.

Vom in Husum gegründeten Top-Act Turbostaat gibt es einige Songs aus dem 2016 erschienen Konzeptalbum "Abalonia". Es ist eine Mischung aus Punk und Melancholie zu hören und Klassiker wie "Surt und Tyrann" und "Haubentaucherwelpen": quasi als Bedienungsanleitung für alle Bühnentaucher. Den Rausschmeißer geben die Zeckenrapper von der Antilopen Gang, eine Hip-Hop-Crew aus Düsseldorf und Aachen.

Mehr als 100 Helfer sind notwendig, damit das Festival über die Bühne gehen kann. Für sie ist das Volcano eine Lebenseinstellung, Verantwortung und Botschaft zugleich. "Beim Festival hat Faschismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie und vergleichbarer Blödsinn nix zu suchen", bezieht das Volcano-Team Stellung. Daher sind rechte, rassistische und nationalstaatliche Symbole und Kleidungsstücke absolut unerwünscht. Infostände positionieren sich zu sozialen Themen. "Kein Bock auf Nazis", informiert zum Thema Rechtsextremismus, jeder Besucher kann bei Viva con Agua seinen Pfandbecher spenden, womit Trinkwasserprojekte unterstützt werden.

volcanofestival.de

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 Die Antilopen Gang aus Düsseldorf und Aachen sind der Schluss-Act beim Volcano-Festival. Foto: Thomas Schermer
Die Antilopen Gang aus Düsseldorf und Aachen sind der Schluss-Act beim Volcano-Festival. Foto: Thomas Schermer Foto: Thomas Schermer

Auf einen Blick Das neunte Volcano-Festival am Samstag, 9. Juli, im Theleyer Skatepark. Die Karten an der Tageskasse kosten 31 Euro. Einlass ist um 13.30 Uhr, los geht's um 14.30 Uhr: 14.30 Uhr: Atmen.Weiter, 15.10 Uhr: Giulio Galaxis, 15.50 Uhr: Against Remain, 16.30 Uhr: Mufasa Ozora, 17.10 Uhr: Der dicke Polizist, 18.10 Uhr: Captain Planet, 19.10 Uhr: Marathonmann, 20.15 Uhr: Rogers, 21.30 Uhr: Turbostaat, 23.10 Uhr: Antilopen Gang. frf