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Der Lametta-Lauf des Löschbezirks Lindscheid brachte insgesamt 1400 Euro

Sportliche Erfüllungsgehilfen : Lametta-Läufer unterstützen Wünschewagen

Sport treiben, Spaß haben und dabei noch etwas für andere tun – die Fitnessabteilung des Löschbezirks Lindscheid zeigt, wie das geht.

Etwas Gutes tun, für sich und andere, das haben die Lindscheider Fire Runners in der Vorweihnachtszeit mit ihrem Lametta-Lauf getan. Nun wurde der Spendenerlös übergeben.

Der weihnachtlich angehauchte Lauf fand bereits im Dezember des vergangenen Jahres als offizieller Benefizlauf statt – zum zweiten Mal übrigens. Mit Lichterketten, Lametta und Christbaumkugeln geschmückt, machten sich die Läufer der Fitnessabteilung des Löschbezirks Lindscheid auf den Weg, um für einen guten Zweck zu laufen.

Die Laufgruppe sei vor einigen Jahren mit dem Ziel entstanden, die Mitglieder des Löschbezirks fit für ihre Einsätze zu machen. So stünden neben dem klassischen Lauftraining auch Läufe der Einsatzkräfte mit Atemmasken auf dem Trainingsplan. Mittlerweile trainiere die Abteilung als gemischte Gruppe dreimal wöchentlich. „Bei einem unserer letzten Läufe zum Jahresabschluss hatten wir mal die Idee, mit weihnachtlichem Dekor zu laufen“, erinnert sich Läuferin Carolin Krämer-Jäckel. So wurde 2018 der „Lametta-Lauf“ aus der Taufe gehoben.

Unterstützt von den Lindscheider Feuerwehrleuten hat Carolin Krämer-Jäckel im Team mit Marietta Koch, Andreas Wendels und Melanie Warken beide Lametta-Läufe organisiert. Von Anfang an seien sich alle einig gewesen, dass der Erlös aus dem Glühwein- und Würstchenverkauf für einen guten Zweck gespendet werden sollte. Das gemütliche Beisammensein nach dem Lauf lockte bei der zweiten Auflage im Dezember so viele Freunde der Feuerwehr an, dass die Summe des Erlöses aus dem Premiere-Jahr gar verdoppelt werden konnte, wie Krämer-Jäckel berichtet. Darüber freuten sich nun vor allem Jürgen Müller und Holger Kablé. Denn sie nahmen jetzt im Feuerwehrgerätehaus in Lindscheid den Spendenscheck in Höhe von 1400 Euro für die Aktion Wünschewagen des Arbeiter-Samariterbundes entgegen. Der Wünschewagen erfüllt Palliativpatienten vom Kindes- bis ins Seniorenalter in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch. Das kann ein Besuch im Legoland, in der Allianz-Arena in München oder eine Fahrt nach Amsterdam sein.

Die Idee des Wünschewagens wurde in den Niederlanden geboren. In Deutschland engagieren sich seit 2014 medizinisch und pflegerisch geschulte Menschen wie Rettungssanitäter oder Krankenpfleger in dem Projekt. Deutschlandweit sind 24 Krankentransportfahrzeuge als Wünschewagen im Einsatz. Etwa 1300 ehrenamtlich engagierte mobile Wunscherfüller des Arbeiter-Samariter-Bundes haben bisher mehr als 1000 Wünsche wahr werden lassen. „Unser Wünschewagen und die Aktionen werden komplett über Spendengelder finanziert und von ehrenamtlichen Helfern getragen“, sagt dazu Jürgen Müller, der hauptamtliche Projektleiter. Seit 2018 hat der saarländische Wünschewagen bereits 83 Wünsche von insgesamt 110 Anfragen erfüllt.

Die Anfragen kommen entweder von den Hospizen oder von Angehörigen. „Bei unseren Fahrten herrscht keine Trauerstimmung. Die Leute freuen sich einfach so sehr, dass ihr letzter Wunsch in Erfüllung geht. Für alle, auch für die Angehörigen, ist das ein besonderer letzter gemeinsamer Moment“, beschreibt Holger Kablé die Stimmung während der Wunschfahrten. Er gehört zum Team der ehrenamtlichen Wunscherfüller. Dass in diesem Jahr weitere Herzenswünsche von Palliativpatienten in Erfüllung gehen können, dazu leisten die Lindscheider Fire Runners mit ihrer Spende einen Beitrag.

Gruppenbild mit Scheck: Carolin Krämer-Jäckel (Bildmitte) überreichte den Spendenscheck an die mobilen Wunscherfüller Jürgen Müller (rechts) und Holger Kablé (links). Foto: Marion Schmidt

www.wuenschewagen.de/saarland