Das Ende der Leidenszeit?

Michel Kaluza feierte beim 2:2 des SV Hasborn beim FV Siersburg das Debüt für seinen neuen Club. Für den 23-Jährigen war es gleichzeitig das erste Ligaspiel nach zweieinhalb Jahren. Auch an diesem Samstag wird er wohl wieder dabei sein.

Michel Kaluza ist wieder da. Nach mehr als zweijähriger Verletzungspause stand der 23-jährige Außenverteidiger am Sonntag beim 2:2 des SV Hasborn beim FV Siersburg erstmals wieder in einem Pflichtspiel auf dem Feld. Kaluza wurde in der Pause für Mathias Zöhler eingewechselt. "Es war super, mal wieder zu spielen", freut sich der Hasborner Neuzugang. "Ich hatte auch überhaupt keine Schmerzen . Nur die Ausdauer fehlt noch ein bisschen. Das kommt aber sicher auch bald."

Stammspieler in der Oberliga

Schmerzen waren in den vergangenen Jahren ein ständiger Begleiter des in Theley wohnenden Informatik-Studenten. Dabei war Kaluza auf dem besten Weg, sich als Spieler in der Oberliga zu etablieren. Nachdem er seine Jugendzeit größtenteils bei der JFG Marpingen verbracht hatte, wechselte Kaluza in der A-Jugend zum Regionalligisten SV Elversberg . Dort stand er eine Saison im Oberliga-Kader (sieben Einsätze). In der Spielzeit 12/13 folgte er seinem Elversberger Trainer Dominik Jung zum Oberliga-Aufsteiger SC Halberg Brebach. Dort war Kaluza Stammspieler, bis ihm am 9. Februar 2013 im Heimspiel gegen Borussia Neunkirchen (0:1) das Kreuzband im rechten Knie riss.

Als die Verletzung ausgeheilt war - Kaluza war mittlerweile zum 1. FC Saarbrücken II gewechselt - wollte der Verteidiger wieder ins Spielgeschehen eingreifen. "Doch gleich in meinem ersten Training in Saarbrücken ist das Kreuzband wieder gerissen", berichtet der Student. So konnte er für den FCS II kein einziges Spiel bestreiten, und nach einem Jahr bei den Blau-Schwarzen ging es wieder zurück nach Brebach. Doch auch dort machte das Knie nicht mit, auch für den SC Halberg spielte Kaluza kein einziges Mal.

Das Thema Fußball schien fast schon abgehakt. Eher zufällig kam vor dieser Runde das Angebot aus Hasborn . "Ich habe mit André Mittermüller gemeinsam in Elversberg gespielt. Über ihn kam der Kontakt zustande", berichtet der 23-Jährige. In Hasborn war Kaluza zu Saisonbeginn nahe am Comeback dran, bis kurz vor dem ersten Spiel wieder das Knie schmerzte. Nach einer erneuten Zwangspause hofft Kaluza, dass seine Leidenszeit nun endlich vorbei ist. Vor allem, weil er sich in Hasborn richtig wohlfühlt. "Von allen meinen Stationen im Aktiven-Bereich ist das bislang die beste. Wir haben hier echt ein super Team."

Mit dieser Mannschaft empfängt Kaluza an diesem Samstag (Anpfiff: 16 Uhr) im Hasborner Waldstadion Oberliga-Absteiger FV Diefflen. Der FV steht auf Tabellenplatz drei und hat gemeinsam mit Spitzenreiter SV Mettlach die meisten Tore der Liga erzielt (je 23). "Wir haben zuletzt gegen schwächere Teams Punkte liegen gelassen. Dann müssen wir jetzt halt mal gegen eine starke Mannschaft welche holen", sagt Kaluza.