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Corona im Saarland: Seniorenheim Tholey ist von Covid-19 gebeutelt

Corona-Ausbruch : Etliche Bewohner von Seniorenheim in Tholey an Covid-19 erkrankt

Das Seniorenheim in Tholey ist besonders stark von Corona gebeutelt. Dort hofft man nun auf den Impftermin im Februar.

 „Wir setzen unsere Hoffnung auf die Impfung“, sagt Christoph Loré, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe (GFAmbh) in Langenlonsheim, die das Seniorenheim Tholey betreibt. Aktuell ist die Einrichtung heftig von Corona-Fällen betroffen. „Im Moment haben wir 39 Betroffene, drei sind leider an oder mit Corona verstorben“, beklagt Geschäftsführer Loré.

Ausgerechnet an Heiligabend seien per Schnelltest die ersten Mitarbeiter des Hauses positiv getestet worden. „Wir hatten dann wohl schon die Infektion im Haus, wo man sich bei der Dichte gar nicht aus dem Weg gehen kann“, meint er. Daraufhin sei das Gesundheitsamt informiert worden, es gab weitere PCR-Abstriche im Haus. „Sieben Mitarbeiter haben wir aus dem Betrieb rausziehen müssen, die dann für mindestens zwei, drei Wochen in der Einrichtung gefehlt haben“, berichtet der Geschäftsführer. Absolut unglücklich für das Seniorenheim.

Wegen der positiven Schnelltests ist der erste Impftermin am Neujahrstag ausgefallen. „Nun sind mittlerweile 80 Prozent der Bewohner an Covid-19 erkrankt. Wir haben die Betroffenen auf zwei Etagen isoliert und die nicht betroffenen Bewohner auf eine Etage verlegt“, informiert Loré. Derzeit arbeite die Einrichtung eng mit dem Gesundheitsamt zusammen. „Alle zwei Tage schauen deren Mitarbeiter vorbei“, sagt der Geschäftsführer. Zweimal pro Woche stehen Schnelltests im Haus an. „Täglich wäre noch besser, da die Mitarbeiter das Haus verlassen und dann wieder Kontakte haben.“ Die diagnostische Sensitivität der Test liege bei 97 Prozent. „Eine Sicherheit von 100 Prozent gibt es leider nicht, auch im Haus entstehen Kontakte.“

Im Seniorenheim herrscht absolutes Besuchsverbot. „Vorher war der Besuch der jeweiligen Landesverordnung angepasst“, erläutert Loré. Momentan treffe es die Schwächsten der Schwachen. Loré hofft deshalb auf den neuerlichen Impftermin, der für Anfang Februar im Seniorenheim angesetzt ist. „Ansonsten werden wir alles nur Mögliche dafür tun, um Bewohner und Mitarbeiter zu schützen“, betont der Geschäftsführer. Doch ob sich die Infektionswelle bis zur Impfung abschwäche, könne er schlecht voraussagen.