1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Tholey

Blutspenden als Familientradition

Blutspenden als Familientradition

Hasborn. "Ich habe optimales Spenderblut, weil es fast jeder kriegen kann", sagt Marcellus Schmitt, der kürzlich vom DRK-Ortsverein Hasborn sowie der Blutspendezentrale Südwest für 75-maliges Blutspenden geehrt wurde. Schmitt hat die Blutgruppe Null, womit er ein so genannter Universalspender ist

Hasborn. "Ich habe optimales Spenderblut, weil es fast jeder kriegen kann", sagt Marcellus Schmitt, der kürzlich vom DRK-Ortsverein Hasborn sowie der Blutspendezentrale Südwest für 75-maliges Blutspenden geehrt wurde. Schmitt hat die Blutgruppe Null, womit er ein so genannter Universalspender ist. Dieser Begriff stammt aus der Zeit, als für eine Bluttransfusion noch Vollblut verwendet wurde. Heute ist dagegen meist die Übertragung einzelner Blutbestandteile üblich. Doch egal ob Vollblut oder Plasma übertragen wird, für Schmitt ist wichtig, "dass ich mit meiner Spende anderen Menschen helfen kann. Das war damals meine Intention, als ich mit dem Blutspenden anfing". Auf die Idee brachte ihn seinerzeit sein alter Herr: "Mein Vater war schon vor mir Blutspender, und das fand ich irgendwie gut. Das wollte ich auch machen." Das Aderlassen liegt ihm also praktisch im Blut.Viele DauerspenderBlutspende als Tradition - solche Familiengeschichten hört Frank Selgrath, Vorsitzender des Hasborner DRK-Ortsvereins, gerne. Denn die Nachwuchs-Gewinnung hat höchste Priorität: Auf Grund der Altersgrenze scheiden immer mehr langjährige Dauerspender, die im Schnitt drei bis vier Mal jährlich Blut gespendet haben, aus. Zwar kommen auch immer wieder junge Neuspender hinzu, aber die können den Aderlass, den der demographische Wandel mit sich bringen wird, auf Dauer wohl nicht aufhalten - wobei der Blutbedarf proportional mit dem steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung wachsen dürfte. "Von den Spenderzahlen her, geht es bei uns eigentlich noch", sagt Selgrath und erklärt: "Wir haben ja nicht nur Hasborner Spender, viele kommen auch aus den umliegenden Orten, beispielsweise aus dem Bohnental oder aus Tholey, so dass unsere Spender-Zahlen recht konstant sind. Normal liegen wir irgendwo zwischen 110 und 120." Den bis dato letzten Spenden-Termin in der Hasborner Kulturhalle besuchten 125 Menschen - sechs davon waren Erstspender. Bis diese ähnlich wie eingangs erwähnter Marcellus Schmitt geehrt werden, werden einige Jahre verstreichen, denn mehr als sechs Blutabgaben jährlich sind der Gesundheit nicht zuträglich. Beim dritten Blutspendetermin dieses Jahres in der Kulturhalle Hasborn wurden neben dem in Sotzweiler lebenden Schmitt, der für 75 Spenden ausgezeichnet wurde, Dietmar Linnenbach, Hermine Recktenwald und Erwin Thome geehrt. Die drei Hasborner wurden für jeweils 50 Blutspenden ausgezeichnet. 25 Mal haben Sandra Brachmann, Manfred Scheer, Markus Scholl und Claudia Schäfer (alle aus Hasborn) bislang Blut gespendet. tog