Berg-Weihnacht auf dem Schaumberg bei Tholey lockte tausende Besucher

Berg-Weihnacht : Tholix war zum Anbeißen da

Tausende Besucher kamen zur siebten Bergweihnacht auf den Schaumberg bei Tholey. Die passende Musik kam von den Pfundskerlen.

Mit einem stimmungsvollen Adventsmarkt hat die Gemeinde Tholey am Wochenende die Weihnachtszeit eingeläutet. Zum siebten Mal hatten Vereine und Organisationen das Schaumbergplateau mit weihnachtlich dekorierten Holzhütten hergerichtet und zum höchsten Adventsmarkt im Saarland geladen. Die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde waren in der Woche vorher tatkräftig im Einsatz und stellten die mit Tannenbäumchen dekorierten Holzhütten  auf.

Die Schaumberger Berweihnacht lockte bei winterlichen Temperaturen tausende Menschen auf das Plateau des saarländischen Hausbergs. Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU) eröffnete am Samstag den Markt gemeinsam mit SR-Intendant Thomas Kleist, Schirmherr der Bergweihnacht, Landrat Udo Recktenwald (CDU) sowie den beiden Ortsvorstehern von Tholey und Theley, Marianne Weicherding und Friedbert Becker. Recktenwald zollte besonders den vielen Ehrenamtlichen Respekt, die mit freiwilligem Engagement ein wichtiger Gestalter der Dorfgemeinschaft seien. Bürgermeister Schmidt bedankte sich bei allen Akteuren, die der Bergweihnacht ihren besonderen Stempel aufdrücken. Denn die Bergweihnacht auf dem Schaumberg ist eine Gemeinschaftsaktion von Vereinen und Organisationen der Gemeinde, die an zwei Tagen nicht nur das leibliche Wohl der Besucher im Auge hatten, sondern auch Geschenkartikel aus eigener Produktion sowie kulinarische Präsente aus der Region anboten. So gab es am Stand des Historischen Vereins zur Erforschung des Schaumberger Landes den Zaubertrank „Thol-Hiks“, das Tholeyer Gefängnis-Wasser oder Ur-KelteTholix als Weckmann zum Anbeißen. „Unsere Produkte sind alle von heimischen Unternehmen hergestellt worden. Wir versuchen bei der Namensgebung auch einen historischen Bezug zu unserer Arbeit herzustellen“, erklärt Niko Leiß, der mit Anne Backes und Hermann Rauber die erste Standschicht übernommen hatte.

Zwischen den Marktbuden der Vereine hatten sich aber auch weihnachtsbegeisterte Privatpersonen mit ihrem Sortiment eingerichtet. Wer an diesem Wochenende von dem eisigen Wind hoch oben auf dem Schaumberg überrascht wurde und seine Mütze vergessen hatte, konnte sich bei Katja Bonny passend einkleiden. Bommelmützen, Beanies und Babymützen – in ihrer Marktbude präsentierte sie etwa  100 selbstgehäkelte Wollkappen und Stirnbänder. Für die Tholeyerin war es die zweite Bergweihnacht. Erika Meier nutzte auch gleich die Gelegenheit, um sich bei Katja Bonny mit einer wärmenden Kopftracht einzukleiden. „Ich habe ab Oktober sozusagen im Akkord Mützen gehäkelt in allen Variationen“, verriet Bonny.

Auch musikalisch hatte die Berggweihnacht einiges zu bieten: Am Samstag lockte die Tiroler Alpenrockband Pfundskerle viele Fans auf den Schaumberg. Während sich vor den Glühweinständen und vor der Bühne die Menschen tummelten, schlugen die Musiker mit weihnachtlich angehauchten Songs besinnliche Klänge an. Dass an beiden Tagen der Ton stimmte, lag in den Händen von Georg Wyrobisch. Für die passende Stimmung war an beiden Tagen auch die Bläserformation Schaumberg Brass verantwortlich.

Die Bergweihnacht musste allerdings auf den vor allem bei den Kindern beliebten Weihnachtsbus verzichten. „Der Bus hat leider keinen TÜV mehr bekommen, daher mussten wir in diesem Jahr unsere Bastelaktion für die Kinder in das Himmelszelt verlegen“, erklärte ein Sprecher der Pfarreiengemeinschaft Schaumberg das Fehlen des schmucken Busses.

Die Tiroler Alpenrockband Pfundskerle unterhielt ihre Fangemeinde mit weihnachtlichen Alpenklängen. Foto: Marion Schmidt
So sah der Weihnachtsmarkt samt Himmelszelt von oben aus. Foto: Anton Didas

Großer Andrang herrschte beim Besuch des Nikolaus’. Begleitet von zwei Engeln und Knecht Ruprecht, hatte er für die Kinder Präsente dabei. Positiv bewertet wurde von vielen Besuchern das Umweltengagement der Gemeinde. Denn bei der Veranstaltung wurde weitestgehend auf Plastikgeschirr verzichtet; den Glühwein gab es in neuen Bergweihnachts-Gläsern. Für einen problemlosen Bergaufstieg war ein  Busshuttle-Service eingesetzt, der die Besucher ab dem Schulzentrum mit mehreren Zustiegmöglichkeiten auf den Schaumberg brachte und wieder zurück.

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